Zwölf Jahre nach der Pleite des Salzburger Baukonzerns Alpine – hinter Signa die zweitgrößte Insolvenz der österreichischen Wirtschaftsgeschichte – gibt es positive Neuigkeiten für die Gläubiger.
Nach drei Zwischenverteilungen in den Jahren 2016, 2018 und 2021 soll demnächst eine vierte Zahlung in Höhe von 40 Mio. Euro erfolgen, teilte der Gläubigerschutzverband Creditreform am Montag in einer Aussendung mit. Bisher wurden bereits 250 Mio. Euro ausbezahlt.
Damals zweitgrößte Baukonzern Österreichs
„Die ursprüngliche Quotenaussicht lag im einstelligen Prozentbereich und wird mit einer Quote von derzeit 16,5 Prozent weit übertroffen“, so Creditreform-Insolvenzexperte Stephan Mazal. Der damals zweitgrößte Baukonzern Österreichs musste im Sommer 2013 Konkurs anmelden. Zu dem Zeitpunkt handelte es sich gemessen an den Verbindlichkeiten um die größte Insolvenz in der Zweiten Republik.
Prozesse gegen Gesellschafter und Geschäftsführer
Mit der Auszahlung sei im kommenden Juni zu rechnen, die Verwertung des Massevermögens sei damit im Wesentlichen abgeschlossen, hieß es von Creditreform. Ob es am Ende des Verfahrens zu einer weiteren nennenswerten Schlussquote kommt, sei allerdings vom Ausgang anhängiger Prozesse gegen Gesellschafter und Geschäftsführer abhängig. Das Verfahren werde also „wohl noch einige Jahre dauern“.