Am Donnerstag in einer Woche heißt es wieder „Alles Walzer“ beim Wiener Opernball. Die unklare Polit-Situation im Land wirkt sich allerdings auch auf den „Ball der Bälle“ aus.
Wer nimmt heuer in der Kanzler-Loge Platz? Eine Frage, die in den vergangenen Jahren immer relativ simpel zu beantworten war, fällt heuer schwieriger aus. Denn noch ist unklar, wer am Donnerstag in einer Woche Kanzler sein wird bzw. wer Österreich dann regiert. ÖVP und SPÖ versuchen ja derzeit, möglichst schnell eine handlungsfähige Regierung auf die Beine zu stellen. Eine Einigung vor dem Opernball hätte den Vorteil, im Nationalrat kommende Woche weniger Angriffsfläche zu bieten.
Dementsprechend zugeknöpft zeigt man sich auch in den Büros der Politiker. Übergangskanzler Alexander Schallenberg werde je nach Situation beim Opernball dabei sein, heißt es etwa aus dem Kanzleramt gegenüber oe24.
Edtstadler heuer nicht dabei, Mayr schon
Nicht dabei sind jedenfalls EU-Ministerien Karoline Edtstadler, Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig sowie Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (alle ÖVP). Finanzminister Gunter Mayr hingegen – er folgte im November Magnus Brunner im Amt – lässt sich den Opernball nicht entgehen. Er wird auch eine Loge haben. Wen Mayr als Gast mitbringen wird, wurde allerdings noch nicht kommuniziert.
Aus der ÖVP-Zentrale hieß es allgemein, dass man zum Opernball „noch keine Auskunft“ geben könne.
Als Fixstarter gilt auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen, wie man gegenüber oe24 in der Präsidentschaftskanzlei bestätigt.
Für die Grünen war in den letzten Jahren bisher immer Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer am Opernball. Sie ist aber mittlerweile nicht mehr im Amt. Eine entsprechende oe24-Anfrage, ob nun Kulturminister Werner Kogler die Grünen vertreten wird, blieb unbeantwortet.












