SPÖ-Chef Andreas Babler sagte, dass er den burgenländischen Landeschef Hans Peter Doskozil seit der SPÖ-Vorsitz-Wahl nie persönlich getroffen habe. Die HTL habe er „negativ abgeschlossen“. Außerdem hat Babler bei einer Jagd Fasane geschossen.
Beim Ö3-Sommergespräch in „Frühstück bei mir“ war SPÖ-Chef Andreas Babler zu Gast. Er traf Claudia Stöckl am Sonntag in einer ehemaligen Werkstätte in Traiskirchen. Abgeblätterte Farbe an den Wänden, reichlich gedeckter Frühstückstisch.
Der 51-jährige Niederösterreicher hat im Gespräch Bilanz über sein erstes Jahr als Bundesparteiobmann der SPÖ gezogen und sprach über interne Querelen und den Versuch, Einigkeit herzustellen.
Privates als Kraftquelle
Seit über 14 Jahre lebt Babler in Ehe mit SPÖ-Gemeinderätin Karin Blum. „Die Familie ist meine Kraftquelle“, sagte er. Dann kommen auch Ausflüge in die Natur mit dem Hund und Treffen mit Freunden, die ihm Energie geben.
Babler: „Kritische Stimmen“
Kraft brauche er in der Politik, merkte Stöckl an. Babler habe auch interne Widersacher, sagte sie. „Wenn man viel verändert, gibt es auch kritische Stimmen“, antwortete Babler.
„Kickl ist ein Problembär“
Den FPÖ-Chef Herbert Kickl bezeichnete Babler als Problembären: „Kickl ist ein Problembär.“ Die SPÖ sieht er aber nicht abgeschlagen. „Wir sind in einem offenen Dreikampf – wenige 10.000 Stimmen liegen zwischen uns. Die Nichtwähler machen mir Sorge. Die Menschen sollten beim politischen Prozess mitmachen, das entscheidet über ihr Leben“, wünschte sich Babler eine große Teilnahme an der Nationalratswahl im Herbst.
Es hat kein Treffen mit Doskozil gegeben
Babler sagte: „Ich habe Doskozil seit der Vorsitz-Wahl nicht mehr getroffen.“ Er wollte den Kontakt herstellen, schlussendlich gab es nur ein Telefonat. Claudia Stöckl fragte, ob es ein Treffen gegeben habe?
„Das hat es nicht gegeben. Es gibt eine klare Entscheidung von Hans Peter Doskozil nicht mehr in den Bundesgremien mitzuarbeiten. Das Treffen hat es nicht gegeben. Wir haben einmal miteinander telefoniert“, sagte Babler.
„Kein persönliches Problem“
Doskozil konzentriere sich jetzt auf die Landtagswahl im Burgenland. „Es gibt ja kein persönliches Problem“, meinte Babler. „Man hat das Gefühl, die Beziehung ist sehr frostig“, warf Stöckl ein. „Überhaupt nicht“, verneinte Babler.
„Falls Sie keinen Stimmenzuwachs haben, sollten Sie zurücktreten“, erinnerte Stöckl an einen Doskozil-Rat an Babler. Der sagte, diese Worte seien allgemein gesprochen worden. Er wolle natürlich Wahlen gewinnen.
Hat Babler einen HTL-Abschluss?
Fünf Jahre HTL habe er gemacht – aber ohne positiven Abschluss. Er habe die 5. Klasse „negativ abgeschlossen“ und sei dann gleich arbeiten gegangen. Zuvor hatte Babler bei Stöckl erzählt – schon vor vielen Monaten – dass er die HTL abgeschlossen habe.
Babler hat Fasane geschossen
Stöckl sprach an, dass Babler eine Jagd besitze und früher oft jagen war. „Schon seit zwei Jahren nicht mehr“, gab Babler an, dem das Thema laut Stöckl unangenehm war. Babler sagte, er sei Pächter „einer kleinen Genossenschafts-Jagd“.
Dort habe er Fasane geschossen. Ob er auch Rehe geschossen habe? „Daran erinnere ich mich nicht mehr, das ist schon lange her.“












