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Startseite » Historiker: Orbánisierung ist „das Mindeste, was uns droht“
Politik

Historiker: Orbánisierung ist „das Mindeste, was uns droht“

MitarbeiterBy MitarbeiterMärz 19, 2025
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Historiker: Orbánisierung ist „das Mindeste, was uns droht“

Der ostdeutsche Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk rechnet mit einem Ende der westlichen Demokratien. 

 „Meine Prognose ist, dass wir an der Schwelle zum autoritären Zeitalter stehen und das Mindeste, was euch hier in Österreich und uns in Deutschland und in vielen anderen Ländern droht, ist die Orbánisierung. Ich glaube allerdings, wenn es dabei bliebe, hätten wir noch Glück gehabt“, sagte Kowalczuk im APA-Interview in Wien. Doch wünsche er sich, dass er sich „komplett irre“.

„Der Weg, der angezeigt wird, der wird gerade in den USA gegangen“, fügte Kowalczuk mit Blick auf US-Präsident Donald Trump hinzu. Was dort passiere, habe eine „enorme Strahlkraft“ für viele politische Kräfte in Europa. „Überall gibt es Leute von Einfluss, die davon träumen, solche Verhältnisse auch zu haben“, sagte der gebürtige DDR-Bürger, der sich in den 1980er Jahren gegen sein staatstreues Elternhaus aufgelehnt und deshalb von höherer Schulbildung ausgeschlossen wurde.

Der künftigen schwarz-roten deutschen Bundesregierung sagt Kowalczuk keine rosige Zukunft voraus. „Das wird nicht mehr lange funktionieren“, sagte er. Beide Parteien müssten nämlich Kompromisse eingehen, was bei den Wählern für weitere Enttäuschung bei den eigenen Anhängern sorgen werde. „Und diese Enttäuschung führt zu einer Stärkung der Extremisten.“ Mit Blick auf die umstrittene Migrationslinie von CDU-Chef Friedrich Merz sagte er, dieser agiere bereits so, um jene Kräfte in seiner eigenen Partei klein zu halten, „die jetzt schon viel lieber mit der AfD zusammengehen würden“.

„Großes Schweigen“ in den USA 

„Den meisten Menschen in Deutschland und Europa ist nicht bewusst, wie gefährlich die Zeit wirklich ist“, sagte Kowalczuk. „Das hat was damit zu tun, dass die meisten Menschen, die heute insbesondere in Westeuropa leben, sich nicht vorstellen können, dass die Ordnung, in der sie groß geworden sind, die sie kennen, dass die erschütterbar ist. Sie glauben, dass sie gottgegeben ist.“ Er selbst sei in einer Diktatur aufgewachsen und wisse auch, wie diese funktioniere, „nämlich, dass die meisten mitmachen“. Deshalb überrasche ihn auch „das große Schweigen in den USA“ nicht. „Es gab 75 Millionen Leute, die bewusst Trump nicht gewählt haben. Dafür ist es ziemlich leise in diesem Land.“

„Was der Osten dem Westen kollektiv voraus hat, ist das Wissen: Es kann auch anders sein, als es ist“, sagte Kowalczuk. Er war auf Einladung des Renner-Instituts nach Wien gekommen, um dort einen Vortrag über die Ursachen für die Stärke der AfD im Osten Deutschlands zu halten. Die Ost-West-Teilung sei weniger stark als jene zwischen Stadt und Land, betonte er. Energisch trat er auch der verbreiteten Erzählung entgegen, die DDR-Bürger seien vom Westen „kolonisiert“ worden, und es sei ihnen eine fremde politische und wirtschaftliche Ordnung aufgezwungen worden. 80 Prozent der DDR-Bürger hätten „die sofortige Wiedervereinigung“ gewollt und dies auch mehrmals bei Wahlen klar bestätigt. „Sie wollten das Westgeld und so weiterleben wie bisher.“ Zeitgenössische Warnungen, wonach dies zu einer „sozialen Katastrophe“ führe, seien in den Wind geschlagen worden.

DDR als „imaginierter Sehnsuchtsort“

Ein „totaler Unsinn“ sei auch, dass in der DDR eine vom ganzen Volk getragene Freiheitsrevolution stattgefunden habe. Wie bei allen Revolutionen habe nur eine kleine Minderheit agiert, die Mehrheit habe sich dann auf ihre Seite geschlagen. Die DDR-Bürger hätten ihre Freiheit „geschenkt bekommen“ und sich ihr gegenüber dann auch so verhalten, wie man es mit Geschenken mitunter tue. Heute sei die DDR für viele Bewohner Ostdeutschlands ein „imaginierter Sehnsuchtsort“, was gerade angesichts der aktuellen Unsicherheit sehr attraktiv sei. „Die Vergangenheit ist der einzige Ort, an dem man sich auskennt“, sagte der Historiker.

Die aktuelle Stärke der AfD hat ihre Wurzeln in den 1990er Jahren, als der „Neofaschismus“ in Ostdeutschland die vorherrschende Kultur bei den Jugendlichen gewesen sei, sagte Kowalczuk weiter. Anders als im Westen sei der Extremismus aus der Mitte der Gesellschaft gekommen, und die Jugendlichen seien auch von ihren Eltern und Großeltern beklatscht worden. „Die haben jetzt alle Kinder bekommen“, so Kowalczuk, der sich klar gegen jegliche Zusammenarbeit mit der AfD auf Landes- oder Bundesebene positionierte.

Entwicklung in Ostdeutschland „früher, schneller und radikaler“

Die politische Lage in Ostdeutschland sei „nicht spezifisch, sondern besonders“. Was andere Teile Deutschlands und auch Europas erwarte, passiere dort „früher, schneller und radikaler“. Auf die Herausforderung müsse man reagieren, indem man „ergänzende demokratische Elemente“ entwickle und sich die etablierten Parteien „neu aufstellen“, etwa durch ein Ablegen der Angst vor Quereinsteigern. Das „Grundproblem“ sei aber, dass die Parteien im Wahlkampf die essenziellen Themen „völlig ausgespart“ hätten – neben dem russischen Angriffskrieg vor allem auch soziale Themen. Letzteres sei auch ein Grund für den Erfolg der Linken gewesen, weil sie als einzige über Mieten, Pensionen oder Stipendien gesprochen habe.

Während sich die Parteien um mehr „Wahrhaftigkeit“ und einem stärkeren Fokus auf die Deckung von Grundbedürfnissen der Menschen bemühen sollten, wünscht sich der Ostdeutsche mit ukrainischen Vorfahren auch mehr Zivilcourage. „Jeder auf der Straße sollte menschenfeindlichen Äußerungen widersprechen und nicht weghören, um den anderen zu sagen: Stopp, ich denke nicht so wie Du, und ganz viele Menschen denken nicht so wie Du. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass noch die Mehrheit in Europa an der Freiheit und Demokratie festhalten will.“

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