Ex-Präsident Donald Trump hat am Dienstag einen weiteren großen Schritt in Richtung einer neuerlichen US-Präsidentschaftskandidatur gemacht.
Am Super Tuesday mit Vorwahlen in mehr als einem Dutzend US-Staaten gewann er nach ersten Auszählungsergebnissen klar in Virginia, wo sich seine Kontrahentin Nikki Haley die besten Chancen ausgerechnet hatte. Demnach setzte sich Trump mit 62 zu 36 Prozent durch. Amtsinhaber Joe Biden gewann indes in Iowa, Virginia und Vermont haushoch.
Biden holte in allen drei Staaten mehr als 90 Prozent der Stimmen, zeigten Auszählungsergebnisse. In Iowa hatte Biden vor vier Jahren noch eine schmerzliche Niederlage eingefahren. Der Staat im Mittleren Westen der USA eröffnet traditionell im Jänner den Vorwahlreigen. Heuer war dies aber nur bei den Republikanern der Fall. Ex-Präsident Donald Trump gewann die Abstimmung klar.
Keine Konkurrenz für Biden
Während Biden als Amtsinhaber im parteiinternen Rennen keine ernstzunehmende Konkurrenz hat, sucht Trump am sogenannten Super Tuesday die Entscheidung gegen Haley. Der Ex-Präsident hatte sich bisher in acht Vorwahlen durchsetzen können. Lediglich im Hauptstadtbezirk Washington D.C. hatte die frühere UNO-Botschafterin am Wochenende einen symbolischen Erfolg gegen Trump erzielen können. Mit Spannung wurde erwartet, ob Haley nach den erwarteten Niederlagen am Super Tuesday das Handtuch werfen wird.
Gerichtsverfahren haben laut Umfragen Auswirkungen
Nachwahlbefragungen deuteten indes auf die Bedeutung der Gerichtsverfahren gegen Trump für die Wiederwahlchancen des republikanischen Ex-Präsidenten hin. Wie der Datenanbieter Edison Research am Dienstag bekannt gab, waren 40 Prozent der Teilnehmer an der republikanischen Vorwahl in Virginia der Ansicht, dass Trump bei einem Schuldspruch nicht mehr für das Präsidentenamt geeignet wäre. In North Carolina waren es 32 Prozent und in Kalifornien 23 Prozent.
Virginia hält nach Angaben von Ballotpedia offene Vorwahlen ab, bei denen jeder Wähler bei jeder Partei abstimmen kann. Daher könnten in der Stichprobe auch Demokraten erfasst sein. Die Abstimmung in North Carolina ist dagegen parteigebunden.
Trump sieht sich mit einer ganzen Reihe von Gerichtsverfahren konfrontiert. Bei einigen wird davon ausgegangen, dass ein endgültiges Urteil erst nach der Wahl Anfang November fällt. Bei der Abstimmung wird allgemein mit einem knappen Ergebnis gerechnet. Sollte der führende republikanische Bewerber gewinnen, könnte er als Präsident die Einstellung einiger Verfahren bewirken und sich Experten zufolge auch selbst begnadigen. Trump hat in allen Fällen die Vorwürfe zurückgewiesen und von politisch motivierten Verfahren gesprochen.












