Auf der Flucht vor der kroatischen Polizei krachte ein Schlepper mit seinem Kombi auf den Weg in den Norden gegen eine Mauer: Dabei starben der Moldawier am Steuer, drei Migranten waren ebenfalls auf der Stelle tot, drei weitere kämpfen im Spital um ihr Leben.
Kroatien. Der furchtbare Unfall ereignete sich Donnerstag gegen 7.00 Uhr in der Nähe der Stadt Sinj im Hinterland Dalmatiens – 30 Kilometer von der Grenze zu Bosnien entfernt. Der Lenker des Audi mit polnischem Kennzeichen hatte sich zuvor einer Polizeikontrolle entzogen. Nach wenigen Kilometern Flucht fuhr der Fahrer mit großer Geschwindigkeit in eine Kreuzung, verlor die Kontrolle und prallte gegen eine Mauer.
Bei dem Horror-Unfall auf der Westbalkan-Route kamen der Lenker, ein Handlanger der Schlepper-Mafia aus der Republik Moldau, sowie drei Insassen, die auf engstem Raum mitgefahren waren – und bei denen es sich Syrer und Afghanen handeln dürfte – ums Leben. Fünf weitere illegale Flüchtlinge wurden ins Spital nach Split gebracht. Drei davon, darunter ein Kind, musste notoperiert werden und schweben in Lebensgefahr.
Ganzer Konvoi war unterwegs in den Norden
Wie der stellvertretende Polizeileiter Marko Srdarević erklärte, hatte die Polizei bereits am Vorabend durch technische Mittel festgestellt, dass eine Gruppe von Migranten die kroatisch-bosnische Grenze überquert hatte. Donnerstagfrüh wurden dann zwei Schlepperfahrzeuge mit polnischer und ungarischen Kennzeichen ausfindig gemacht. Sie ignorierten die Aufforderung der Polizei zum Anhalten und fuhren davon. Kurz danach kam es zur Tragödie.
Wie im Laufe des Tages bekannt wurde, konnte die Polizei den anderen Wagen mit ungarischen Kennzeichen ausfindig machen, in dem sich ebenfalls acht Zuwanderer befanden. Sie gaben an, aus Syrien und Afghanistan zu sein. Dazu wurden in einem dritten Fahrzeug mit polnischen Kennzeichen drei mutmaßliche Schlepper, zwei Moldawier und ein Rumäne, festgehalten. Der eine sei der Besitzer des Unfallautos gewesen, ein anderer hatte einen Schlüssel für das ungarische Auto bei sich, hieß es.











