Der Prozess gegen Donald Trump hat begonnen! Seit heute sitzt der ehemalige US-Präsident auf der Anklagebank. Ihm wird vorgeworfen, Schweigegeld an ein Porno-Sternchen bezahlt zu haben. Die Richter werfen Trump vor, die pikanten Zahlungen verschleiert zu haben.
Es ist ein absolutes Novum – vom Weißen Haus ins Gericht! Erstmals in der Geschichte der Vereinigten Staaten sitzt ein früherer US-Präsident bei einem Strafprozess auf der Anklagebank. Dem 77-jährigen Trump, der Ende des Jahres wieder ins Weiße Haus zurückkehren will, wird vorgeworfen, Schweigegeld an Pornostar Stormy Daniels bezahlt zu haben.
Vorwurf der Verschleierung
Das Problem für Trump: Er soll Geschäftsunterlagen gefälscht haben, um die Zahlungen zu verschleiern. Dafür muss er sich jetzt vor Gericht verantworten. Beobachter rechnen damit, dass der Prozess bis zu acht Wochen dauern werde. Heute, am 15. April 2024, beginnt das Verfahren mit der Auswahl der Geschworenen.
Trump attackiert Justiz
Trumps Anwälte hatten bis zuletzt verzweifelt versucht, das Verfahren zu verhindern. Als das nicht gelang, wollten die Anwälte des Republikaners, den Prozessbeginn nach hinten scheiben. Auch mit dieser Verzögerungstaktik sind sie gescheitert. Ob er will oder nicht, Trump muss sich der US-Justiz stellen.
Worum geht es genau: 2016, kurz vor seiner Wahl zum US-Präsidenten, ließ Trump 130.000 US-Dollar Schweigegeld an die Pornodarstellerin Stormy Daniels zahlen. Daniels hatte behauptet, sie habe Sex mit Trump gehabt. Er bestreitet die Affäre.
Was Trump gesteht ist, dass Geld an Daniels geflossen ist. Schweigevereinbarungen zwischen zwei Parteien sind in den USA nicht grundsätzlich illegal. Trump wird aber vorgeworfen, er habe die Zahlungen unrechtmäßig verbucht, auf illegale Weise zu verschleiern versucht und damit andere Gesetzesverstöße vertuschen wollen.
Mehrjährige Gefängnisstrafe droht
Sollte Trump verurteilt werden, droht ihm eine mehrjährige Gefängnisstrafe – die auch auf Bewährung ausgesprochen werden könnte. Als Trump heute vor dem Manhattan-Gericht erscheint, legt er verbal gleich los. Den Prozess bezeichnet er als „Angriff auf Amerika“. Sich selbst sieht er als Opfer und spricht von „politischer Verfolgung“.












