Weil der örtliche kirchliche Glockenturm in einem italienischen Dorf viel zu oft läutete, beschwerten sich die erzürnten Anwohner und klagten die verantwortlichen Priester – ihnen drohten harte Konsequenzen.
Ein ausgebrochener „Glockenkrieg“ in der italienischen Kleinstadt San Dorligo della Valle – ein Vorort der Adria-Metropole Triest – sorgte für klingelnde Kassen und machte zwei Priester zu schuldigen Tätern.
Kirchlicher Frieden führte zu Gerichtsstreit
Bereits 2022 hatten sich viele Anwohner über das häufige Erklingen der Glocke der lokalen Kirche Sant‘Ulderico di Dolina beschwert. Denn geläutet wurde von 7 bis 21 Uhr im Viertelstundentakt. Kein Wunder also, dass die Glocken im selben Jahr wegen Ruhestörung sogar beschlagnahmt wurden. Die Italiener äußerten ihren Unmut, indem sie die dort tätigen Priester klagten. Die Anklage lautete: „Störung der Beschäftigung oder Ruhe von Personen“.
Einigung, Priester mussten blechen
Die zwei dort tätigen Priester Don Klemen Zalar und Don Roy Benas landeten tatsächlich vor Gericht. Dort einigte man sich schließlich. Medienberichten zufolge mussten die Geistlichen für das übermäßige Läuten über 400 Euro Strafe zahlen. Seit der Richter die endgültige Entlassung aus der Beschlagnahme angeordnet hatte, sind die Glocken seit April 2024 wieder im regelmäßigen Betrieb.
Glocken-Streit geht in die nächste Runde
Geschlagen will er sich jedoch auf keinen Fall geben: Don Keleman Zalar sieht nach Angaben eines aktuellen italienischen Zeitungsartikels die Schuld in der Glocken-Causa immer noch nicht bei sich. Jetzt – Ende Jänner 2025 droht er auch noch damit, diejenigen, die ihm den ganzen Schlamassel eingebrockt haben, wegen Verleumdung zurück zu klagen.












