Das israelische Sicherheitskabinett hat Medienberichten zufolge einer Ausweitung des Militäreinsatzes im Gazastreifen zugestimmt. „Solange die Hamas unsere Geiseln nicht freilässt, werden wir unsere Militäraktion deutlich verstärken“, zitierte das israelische Nachrichtenportal Ynet am Freitag einen nicht namentlich genannten Regierungsvertreter unter Verweis auf die radikale Islamistengruppe.
Die Entscheidung solle am Sonntag vom gesamten Kabinett gebilligt werden, hieß es in den Berichten weiter. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und der Chef des Militärs, Generalleutnant Eyal Zamir, hatten zuletzt eine Verstärkung des Einsatzes in dem Palästinenser-Gebiet angedeutet. „Im Krieg gibt es ein ultimatives Ziel – und dieses ultimative Ziel ist der Sieg über unsere Feinde“, sagte Netanyahu am Donnerstag.
Netanyahus Büro lehnte zunächst eine Stellungnahme zu den Medienberichten ab. Auch von der Hamas lag zunächst kein Kommentar vor. Trotz der Bemühungen ägyptischer und katarischer Vermittler um eine neue Feuerpause haben weder Israel noch die Hamas sich bereit gezeigt, von ihren Kernforderungen abzurücken. Seit dem Zusammenbruch eines Abkommens im März haben israelische Truppen breite Pufferzonen im Gazastreifen geschaffen.
Israel hatte den Gaza-Einsatz nach dem Überraschungsangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 begonnen. Die Islamisten töteten dabei nach israelischen Angaben 1.200 Menschen und nahmen 251 als Geiseln. Seit dem Beginn des Krieges sind nach palästinensischen Angaben im Gazastreifen mehr als 50.000 Palästinenser getötet worden.












