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Startseite » Autor Martin Prinz: „Wie Kickl spricht, so sprechen die Täter“
Berühmtheit

Autor Martin Prinz: „Wie Kickl spricht, so sprechen die Täter“

MitarbeiterBy MitarbeiterFeber 24, 2025
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Autor Martin Prinz: „Wie Kickl spricht, so sprechen die Täter“

„Es ist erstaunlich, dass es niemanden schreckt, dass diese Sprache heute wieder aus dem Untergrund nach oben kommt“

Der Paradigmenwechsel in der Zeitgeschichtsschreibung über NS-Regime, Holocaust und Zweiter Weltkrieg steht unmittelbar bevor. „Die letzten Zeugen sterben. Die Zeit der authentischen Erzählungen geht zu Ende“, sagt Martin Prinz. Der 1973 geborene Autor würde es sich dennoch „nie erlauben“, den Erzählfaden selbst aufzunehmen und weiterzuspinnen. „Heute sitzt man vor den Quellen. Viele davon werden erst jetzt zugänglich. Das eröffnet eine andere Schicht der Auseinandersetzung.“

In seinem am Donnerstag erscheinenden Roman „Die letzten Tage“ bringt Prinz die Protokolle und Zeugenaussagen eines österreichischen Volksgerichtshofprozesses 1945-48 zum Reden. Erstmals wurde er 2014 mit Recherchen um die Schrecknisse der letzten Kriegstage um Reichenau konfrontiert, als der Vormarsch der Roten Armee zum Stillstand kam und Standgerichte etliche Todesurteile fällten. „Da muss man was daraus machen!“, lautete die Forderung an ihn. Aber was?

„Was passiert zwischen Wirklichkeit und Vorstellung? Ich glaube, dass diese Frage in jedem meiner Bücher abgehandelt wird“, beschreibt der Autor im Gespräch mit der APA seinen allgemeinen Antrieb beim Schreiben. „Ich versuche, in dieses Dazwischen hineinzubohren.“ Erst 2023 machte er sich selbst ans Aktenstudium. „Man sitzt dann vor tausenden Seiten. Der Prozess ist mit bewundernswerter Akribie und Strenge geführt worden. Der Richter ist sofort danach in eine Auszeit gegangen, heute würde man Burn-out sagen. 1948 hat es dann auch nicht mehr so einen großen Druck der Besatzungsmächte gegeben, die Prozesse mit Nachdruck zu führen. Wäre das so weitergegangen, wäre Österreich sicher ein anderes Land geworden. Es hat aber abrupt geendet.“ Schlussstrich und gemeinsamer Wiederaufbau waren wichtiger als Tätersuche und Vergangenheitsbewältigung.

„Man könnte schnell was Blutrünstiges schreiben“

Was in Schwarzau im Gebirge und Reichenau an der Rax im April 1945 geschah, gehört zu den so genannten Endphase-Verbrechen. Das NS-Regime demonstrierte noch einmal mit aller Härte seine Macht. 29 Morde wurden vom „Volkssturmsonderkommando der Kreisleitung Neunkirchen“ und den von Kreisleiter Johann Braun eingesetzten Standgerichten verübt. Noch einen Tag vor der Ausrufung der Republik Österreich gab es acht Exekutionen. „Man könnte schnell was Blutrünstiges, Spannendes und Furchtbares schreiben“, sagt Prinz. „Das darf man aber nicht, finde ich. Ich habe mich entschieden: Ich muss das Geschehen anhand der Sprache dingfest machen.“

Der Autor konzentrierte sich auf die Sprache, die ihm in den Protokollen begegnete. Eine Sprache, die Schuldige benennt, aber an nichts schuld sein will; eine Passivsprache, die die eigentlichen Dinge in einer ständigen Ausweichbewegung umkreist; eine „Sprache der Verantwortungslosigkeit“, wie Prinz es nennt. Es ist eine Sprache, die ihm in der Gegenwart wiederbegegnet. „Auf diese Weise wird heute auch über Remigration gesprochen. Wie Kickl spricht, so sprechen die Täter. Wie die Sätze gebaut sind, wie der Zynismus formuliert ist, ist es das Gleiche. Es ist erstaunlich, dass es in dieser sonst so moralisch aufgeladenen Zeit niemanden schreckt, dass diese Sprache heute wieder aus dem Untergrund nach oben kommt.“

Mechanismen der Entmenschlichung und der Distanzierung

Gerade in einer Zeit, in der einfache Lösungen für komplizierte Sachverhalte propagiert würden, sei es Aufgabe der Literatur, Dinge zu hinterfragen und zu differenzieren. „Am Besten kann sie das, wo sie zu Hause ist: in der Sprache. Justitia ist blind. Aber sie darf nicht taub sein. Es geht nicht um das Ansehen, sondern um das Zuhören.“ Erst anhand aufgedeckter Widersprüche könne man zwischen wahr und falsch unterscheiden, meint der Autor.

Am Ende erkennt man zwar die Mechanismen der Entmenschlichung und der Distanzierung, bekommt aber für alle grauenhaften Taten eine Frage nicht beantwortet: Warum? „Das ist ein schwarzes Loch. Es ist unglaublich nihilistisch. Es zeigt die Sinnlosigkeit: keine bloße Rache, kein reiner Gesinnungsterror, sondern ein Zufallsprinzip, unter dem existenzielle Urteile gefällt werden.“ Die zehnjährige Beschäftigung mit dem Stoff habe tiefe Spuren in seiner Psyche hinterlassen, erzählt der Autor. Die recherchierten Vorkommnisse hätten ihn im Traum verfolgt – „inklusive meiner eigenen Exekution“.

US-Remake von „Die Räuber“

Auch ein anderer Stoff lässt ihn nicht los: jener des Bankräubers, Mörders und Marathonläufers Johann Kastenberger, der wegen seiner Waffe und seiner Ronald-Reagan-Maske als „Pumpgun-Ronnie“ in die Kriminalgeschichte einging. 2002 übernahm Prinz dessen Geschichte für sein Romandebüt „Der Räuber“, das 2009 von Benjamin Heisenberg verfilmt wurde. Eine der Szenen wurde beim Vienna City Marathon gedreht – und der passionierte Langstreckenläufer Martin Prinz machte Hauptdarsteller Andreas Lust dabei persönlich Beine. „In den USA wird derzeit ein Remake vorbereitet. Wenn dort gedreht wird, möchte ich endlich meinen ersten New York Marathon laufen.“ Und auch das Buch erhält ein Remake: Im Herbst soll es im Jubiläumsprogramm von Jung und Jung erneut aufgelegt werden.

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