Neben seinen Hotels in Kitzbühel betreibt Christian Harisch auch die „Lanserhof“-Luxushotels auf der ganzen Welt. Dort soll seine Ex-Lebensgefährtin ohne zu zahlen genächtigt haben. Jetzt wird sie verklagt.
Über zehn Jahre lang waren der Hotel-König von Kitzbühel Christian Harisch und Anita Lischke das Glamour-Paar der Hotel-Branche. Gemeinsam machten sie seine Lanserhof-Hotels in Lans, Tegernsee, Hamburg, London und auf Sylt zu den bekanntesten Wellness-Ressorts für Reich und Schön. Bis die Erfolgsgeschichte 2020 jäh endete, als Harisch seine Partnerin mit seiner jetzigen Ehefrau Louisa betrog. Daraus entstand ein Rosenkrieg, der die Gerichte bis heute beschäftigt.
Nach dem Liebes-Aus kündigte Harisch seine Ex bei einer Lanserhof-Tochtergesellschaft. Lischke wiederm wehrte sich dagegen und erstritt vor dem Arbeitsgericht eine Abfindung in sechsstelliger Höhe. Doch Harisch ließ nicht locker. Plötzlich flatterte seiner Ex eine Klage der Lanserhof Tegernsee GmbH wegen unbezahlten Übernachtungen und Behandlungen ins Haus. Diese erklärt vor Gericht, dass sie als Lebensgefährtin des Chefs seit 2014 kostenlos übernachtete und auch nie eine Rechnung vom Lanserhof bekommen habe. Das Unternehmen bestätigt das sogar und spricht von „mangelhafter Buchhaltung“.
Gericht prüft jetzt Abrechnungen
Harisch selbst will nichts von den kostenlosen Übernachtungen seiner Ex gewusst haben und spricht davon, dass die Klage nichts persönliches sei. „Das Unternehmen wird die Entscheidung des Gerichts selbstverständlich respektieren“, meint Harisch zur „Bild“-Zeitung.
Das Landesgericht München II wurde bei den Geschäftspraktiken des Lanserhofs aber stutzig und verlangt nun die Herausgabe aller Akten, um zu sehen wie Lischkes Aufenthalte verbucht wurden. Es wäre nicht das erste Mal, dass es Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung gab. Wie die „Bild“ berichtet, führten Steuerprüfungen schon in der Vergangenheit zu hohen Nachzahlungen.
2023 heiratete Harisch seine Frau Louisa
Attacke gegen Sohn von Ex
Aber nicht nur Ex-Partnerin Anita Lischke ist im Visier des Unternehmers. Auch gegen ihren Sohn – den Harisch in guten Zeiten sogar adoptieren wollte – geht er jetzt vor. 2018 soll Harisch dem Jungen eine Rolex um 30.000 Euro gegeben haben, die er jetzt mit seinen Anwälten wieder zurückholen möchte. Es war kein Geschenk, weil er sowas nicht tun würde, erklärte er der „Bild“. Die Trennungs-Schlammschlacht geht somit in die nächste Runde.












