Eine gefährliche bakterielle Infektion breitet sich in Japan mit aus. Im schlimmsten Fall kann sie zum Tod führen.
Die Gesundheitsbehörden in Japan sind alarmiert. In diesem Jahr wurde schon 400 Fälle vom „Streptokokken-Toxische-Schock-Syndrom“ (STSS) bestätigt, die gefährliche bakterielle Erkrankung breitet sich im Rekord-Tempo im Land aus. Wie der „Guardian“ berichtet, befürchten Experten, dass diese schlimmste Form der Streptokokken-Erkrankung weiter ausbreiten wird.
Die Behörden rätseln: „Es gibt immer noch viele unbekannte Faktoren hinsichtlich der Mechanismen hinter schweren und plötzlichen Formen von Streptokokken und wir sind bisher nicht in dem Stadium, in dem wir sie erklären können“, heißt es in einer Mitteilung des National Institute of Infectious Diseases (NIID). Ein mögliche Erklärung für den Anstieg: Durch die Aufhebung der Corona-Maßnahmen senkte sich auch die Wachsamkeit der Menschen. Viele verzichten nun wieder auf Maßnahmen zur Infektionsprävention wie beispielsweise das Desinfizieren der Hände.
Infektion kann tödlich sein
„Wir müssen den Infektionszyklus schwerer invasiver Streptokokken-Erkrankungen aufklären und diese sofort unter Kontrolle bringen“, fordert Infektiologe Ken Kikuchi von der Tokyo Women’s Medical University.
Streptokokken werden durch Tröpfchen-Infektion und Körperkontakt übertragen. Besonders gefährdet sind Menschen unter 50 Jahren, von 65 erkrankten Menschen unter 50 Jahren starb im letzten Jahr etwa ein Drittel.












