In Polen müssen die Wählerinnen und Wähler in einer Stichwahl am 1. Juni über einen neuen Präsidenten entschieden.
In der ersten Runde am Sonntag sahen Prognosen den liberalkonservativen Kandidaten Rafal Trzaskowski (53) aus dem Regierungslager von Premier Donald Tusk bei 30,8 Prozent der Stimmen, Karol Nawrocki (42) von der rechtsnationalistischen PiS erhielt demnach 29,1 Prozent. Ein Sieg Trzaskowskis würde den Weg für die Reformen der Regierung von Tusk frei machen.
Daher gilt der Urnengang als Richtungswahl. Rund 29 Millionen Menschen sind in Polen wahlberechtigt. Das amtierende Staatsoberhaupt Andrzej Duda konnte nach zwei Amtszeiten nicht noch ein weiteres Mal antreten. Um seine Nachfolge bewarben sich zwölf Männer und eine Frau. Schon in den Umfragen führt der Warschauer Bürgermeister Trzaskowski vor Nawrocki.
In Polen amtiert der Präsident fünf Jahre. Er repräsentiert das Land nicht nur nach außen. Das Staatsoberhaupt hat auch Einfluss auf die Außenpolitik, ernennt den Regierungschef sowie das Kabinett und ist im Kriegsfall Oberkommandierender der polnischen Streitkräfte.












