Josef Pröll ist am Sonntag im Rahmen der Bundeshauptversammlung in Bregenz einstimmig für die kommenden vier Jahre zum neuen Chef des Österreichischen Fußball-Bunds (ÖFB) gewählt worden.
Ebenfalls beschlossen wurde die Strukturreform, weshalb der höchste Funktionärsposten des Verbands künftig nicht mehr als Präsident, sondern als Aufsichtsratsvorsitzender bezeichnet wird.
Prölls Stellvertreter sind Johannes Wutzlhofer (Landespräsident Burgenland) und Philip Thonhauser (Bundesliga).
Pröll wird viel zu tun haben
Auf Pröll, im Brotberuf Generaldirektor des zur Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien gehörenden Konzerns Leipnik-Lundenburger, wartet einiges an Arbeit. Es gilt, Ruhe in einen von internen Grabenkämpfen zerrütteten Verband zu bringen. Oft auch über Medien ausgetragene Konflikte, in denen es etwa um Posten, die Rolle von Teamchef Ralf Rangnick oder zuletzt Coronahilfen geht, sorgen mittlerweile seit Jahren für Aufsehen und brachten den mit Abstand größten Sportfachverband des Landes in der Öffentlichkeit in Misskredit.
Folgerichtig gab es auch eine hohe Fluktuation auf dem Chefsessel – Pröll wird der sechste Verbandsboss innerhalb von gut dreieinhalb Jahren sein. Aktuell führt den Verband der steirische Landesverbandspräsident Wolfgang Bartosch, der im vergangenen November nach dem Rücktritt von Klaus Mitterdorfer übernahm.
Abseits von Personalentscheidungen und Strukturreform wird am Wochenende in Bregenz auch die geplante Neustrukturierung der Regionalligen ein Thema sein. Darüber wird bereits am Samstag im Rahmen einer Präsidiumssitzung debattiert.











