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Startseite » Sommerszene Salzburg soll heuer „real magic“ werden
Österreich

Sommerszene Salzburg soll heuer „real magic“ werden

MitarbeiterBy MitarbeiterMai 8, 2025
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Sommerszene Salzburg soll heuer „real magic“ werden

Umstrittene Pudertanz-Choreografin Doris Uhlich lässt sich von Marcel Duchamps inspirieren. 

Salzburg. Zwölf Projekte, von denen acht noch nie in Salzburg zu sehen waren und sechs überhaupt zum ersten Mal zu sehen sein werden: So präsentiert sich die Sommerszene Salzburg 2025. Das Performing Arts Festival geht heuer von 10. bis 22. Juni über die Bühnen und soll „real magic“ werden, wie das Motto heuer heißt. „Das Motto ist durchaus augenzwinkernd gemeint und auch so zu verstehen“, sagte Intendantin Angela Glechner am Mittwoch bei der Programmvorstellung.

Eröffnet wird das Festival heuer durch den marokkanischen Choreografen Taoufiq Izeddiou mit seinem zwölfköpfigen Ensemble Cie Anania Danses, das sich in „La Terre en Transe“ in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist, „in einem trance-artigen und hochphysischen Tanz bis an den Rand der Erschöpfung“ tanzen wird, kündigte Glechner die Österreichische Erstaufführung an. Der aus Beirut stammende Omar Rajeh will das Publikum auf seine persönliche Reise durch Erinnerungen, Sehnsüchte und Traumata mitnehmen, bei der er seinen Schmerz über den Niedergang seiner Heimatstadt performativ zum Ausdruck bringt. Als einen „großen choreografischen Wurf“ kündigte die Intendantin die Österreichische Erstaufführung von „Natural Order of Things“ an, die der Libanese Guy Nader und die Spanierin Maria Campos entwickelt haben. Der Abend ist vom Konzept der geordneten Unordnung inspiriert, die Choreografie sei von einer Präzision in der Bewegung geprägt und weise auch akrobatische Elemente auf.

Re- und Dekonstruktion des Donauwalzers

Das Stück „ZONDER“ der aus Argentinien stammenden Ayelen Parolin habe sie beim Ansehen in Berlin dermaßen begeistert, dass sie die Künstlerin schon am nächsten Tag nach Salzburg einlud: Es sei „eine hingebungsvolle Re- und Dekonstruktion des Donauwalzers von Johann Strauss“, eine „Ode an das Chaos“, bei der man „aus dem lächelnden Staunen“ nicht herauskomme. „Von saukomisch bis absolut abgründig“, beschrieb Sebastian Linz, künstlerischer Leiter der ARGEkultur, die Performance „REALITY BANG“ der finnischen Truppe Oblivia. Beleuchtet wird in dem laut Linz „vergnüglichen“ Stück, bei dem es sich weniger um eine Performance als um Musiktheater handle, „der Urknall der Realität“.

Inspiriert von Marcel Duchamps „Akt, eine Treppe herabsteigend“ will die österreichische Tänzerin und Choreografin Doris Uhlich „das Stiegenhaus vom Nebenschauplatz zum Hauptakteur“ machen, wie sie heute sagte. In ihrer Performance macht sich der Akt selbstständig, „es wird tatsächlich die Treppe rauf- und runtergehen“, und das Ganze auf der Betonstiege im Museum der Moderne Mönchsberg. Uhlich ist heuer auch noch mit einem weiteren Stück bei der Szene vertreten, und zwar mit einem Revival von „more than naked“, das 2014 in Salzburg „die Bühne und Tribüne zum Beben gebracht hat“, sagte Glechner. Uhlich konnte viele der 20 Tänzerinnen und Tänzer von damals erneut engagieren, heuer werden 16 Menschen „mit ihrem Fleisch wackeln, schnalzen und schwabbeln“, wie es im Programmheft heißt, eine „Nacktheit frei von Ideologien und Provokationen, weder ist man peinlich berührt, noch fühlt man sich als Voyeur“.

Höhere Einnahmen mit „Pay what you can“

Während der gesamten 13 Tage wird es wieder eine Installation geben, die heuer im Innenhof der Residenz vom australischen Atelier Sisu kommt. Es sei eine begehbare Klang- und Lichtinstallation mit farbreflektierenden Folienkugeln, die an Seifenblasen erinnern, so die Intendantin.

Der Vorverkauf der Karten für das Festival beginnt laut Glechner mit dem heutigen Tag. Das im Vorjahr eingeführte „Pay what you can“ (wahlweise von 10 bis 35 Euro) werde beibehalten, weil es finanziell ein großer Gewinn gewesen sei. Die Einnahmen seien deutlich höher gewesen als in den Jahren davor, auch vor Corona, und auch die Auslastung sei deutlich gestiegen.

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