Jeden Tag Stunden vor dem Bildschirm? Das könnte Ihre Augen ruinieren! Eine neue Studie zeigt, dass jede zusätzliche Stunde vor Smartphone & Co. das Risiko für Kurzsichtigkeit massiv erhöht. Das ist vor allem für Kinder gefährlich.
Kurz mal am Handy scrollen, schnell eine Serie bingen oder stundenlang zocken – unsere Augen haben es heutzutage nicht leicht. Weltweit nimmt die Kurzsichtigkeit (Myopie) rasant zu, und eine neue Studie zeigt: Jede zusätzliche Stunde vor dem Bildschirm erhöht das Risiko um satte 21 Prozent! Die Forschungsergebnisse von Ahnul Ha und ihrem Team der Jeju Universitätsklinik in Südkorea, kürzlich im Fachmagazin “JAMA Network Open” veröffentlicht, machen deutlich, dass unser moderner Lebensstil nicht gerade augenfreundlich ist.
Laut Studie: Warum bald die halbe Welt kurzsichtig ist
Laut Prognosen könnte bis 2050 fast die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein. Und es bleibt nicht nur bei einer leichten Sehschwäche – mit der steigenden Zahl an Betroffenen nehmen auch schwere Augenerkrankungen wie Netzhautablösung, Makuladegeneration und Glaukom zu. Besonders dramatisch: Kurzsichtigkeit tritt nicht nur häufiger auf, sondern beginnt auch früher und entwickelt sich schneller.
Die Analyse von 45 Studien mit über 335.000 Proband:innen zeigt eine klare Tendenz: Eine Stunde Bildschirmzeit pro Tag ist noch relativ unbedenklich. Doch spätestens bei vier Stunden vor Handy, Fernseher oder Computer verdoppelt sich das Risiko für Kurzsichtigkeit. Und wer mehrere Geräte gleichzeitig nutzt – also parallel am Handy daddelt, während Netflix im Hintergrund läuft – riskiert ein noch höheres Risiko.
Kinder besonders gefährdet
Am stärksten betroffen sind – wenig überraschend – Kinder. Während wir früher draußen spielten, sitzen heute schon die Kleinsten mit dem Tablet auf der Couch. Eine zusätzliche Stunde Bildschirmzeit pro Tag erhöht das Myopie-Risiko bei Zwei- bis Siebenjährigen um satte 42 Prozent. Bei älteren Kindern und Jugendlichen (acht bis 18 Jahre) liegt der Anstieg bei zwölf Prozent – immer noch alarmierend.
Smartphones als Hauptverdächtige
Die Verbreitung von Smartphones ist in den letzten Jahren geradezu explodiert: Während 2014 “nur” 21,6 Prozent der Weltbevölkerung eines besaßen, waren es 2023 bereits 69 Prozent. Und das betrifft längst nicht nur Erwachsene – laut der Studie verbringen viele Zweijährige täglich bis zu zwei Stunden mit solchen Geräten. Kein Wunder, dass Kurzsichtigkeit mittlerweile als eine der größten Gesundheitsbedrohungen für unsere Augen gilt.