In den vergangenen Tagen gab es immer wieder Gewalt-Vorfälle in Favoriten, speziell rund um den Reumannplatz. Auch heute eskalierte wieder ein Streit in einer Messerstecherei.
Wien. Am Donnerstagabend kam es zu einem neuen Gewaltausbruch am Reumannplatz: Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung ist ein 32-jähriger Mann mit einem Messer verletzt worden. Laut Rettungssprecher Daniel Steiner erlitt der Mann einen tiefen Messerstich in einen Oberschenkel, wurde notfallmedizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.
Ein zweiter Mann wurde leicht verletzt. Polizeisprecher Markus Dittrich sagte, es habe sich um eine Schlägerei mit mehreren Beteiligten gehandelt. Der Einsatz war gegen 18.15 Uhr noch am Laufen. Die Polizei war dabei, den genauen Sachverhalt zu klären. Das Geschehen dürfte am Reumannplatz seinen Ausgang genommen, sich dann aber ins Umfeld verlagert haben. Die Lage dürfte sich auch für die Einsatzkräfte etwas unübersichtlich dargestellt haben.
Dritte Bluttat innerhalb weniger Tage
Es ist die dritte Bluttat innerhalb weniger Tage in dem Bereich. Am vergangenen Sonntagabend wurde ein 21-Jähriger vor dem Eissalon Tichy am Reumannplatz durch Messerstiche schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Der Grundwehrdiener war Frauen zu Hilfe gekommen, die von einer Gruppe Jugendlicher belästigt worden waren. Diese attackierten daraufhin den 21-Jährigen, fügten ihm Stich- und Schnittwunden im Rücken und am Oberschenkel zu und verschwanden. Sie müssen ebenso ausgeforscht werden wie die Frauen, denen der junge Mann geholfen hatte.
Am Montagabend – wenige Stunden, nachdem Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Reumannplatz an einer Schwerpunktaktion der Polizei teilgenommen und die neugegründete Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität (EJK) vorgestellt hatte – bekam ein 20-Jähriger bei einer Rauferei mit mehreren Beteiligten einen nicht lebensgefährlichen Stich in den Oberkörper verpasst. Als Verdächtiger wurde kurz darauf ein 18-jähriger syrischer Staatsbürger festgenommen, der ein Messer – vermutlich die Tatwaffe – bei sich hatte.










