Am Freitagabend gingen bei der „Demo gegen Rechts“ tausende Österreicher in Wien auf die Straße.
Bei starkem Regen versammelten sich am Freitag über tausend Demonstranten vor dem Parlament in Wien. Die Ringstraße musste am Abend gesperrt werden. Bereits letzte Woche sorgte der riesige Andrang bei den Kundgebungen gegen Rechtsextremismus und Rassismus in Deutschland für Schlagzeilen.
Jetzt gibt es in Wien eine ähnlich erfolgreiche Veranstaltung. Unter dem Titel „Demokratie verteidigen!“ hat um 18 Uhr vor dem Parlament in Wien eine breit unterstützte Protestveranstaltung gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus statt. Auch in Innsbruck und Salzburg waren Kundgebungen geplant. „#WeRemember“ wurde hinter der Bühne auf das Parlament projeziert.
Bis zu 10.000 Menschen erwartet
Initiiert wurde die Kundgebung in Wien von Fridays for Future, Black Voices und der Plattform für eine menschliche Asylpolitik. SPÖ und Grüne sowie zahlreiche andere Organisationen – darunter die Caritas, die Katholische Aktion Österreich, der ÖGB und die Arbeiterkammer – haben sich dem Aufruf angeschlossen. Auch Vertreter der jüdischen und der muslimischen Religionsgemeinschaften sowie aus dem Kunst- und Kulturbereich werden laut den Organisatoren dabei sein. Erwartet werden laut den Organisatoren 5.000 bis 10.000 Menschen.
Rechtsextremes Treffen als Auslöser für Demo-Serie
Vorbild der Kundgebung sind ähnliche Proteste am vergangenen Wochenende in Deutschland. Auslöser waren Enthüllungen des Recherchezentrums „Correctiv“ über ein Treffen von Rechtsextremisten am 25. November in Potsdam, an dem unter anderem AfD-Politiker sowie der frühere Kopf der rechtsextremen Identitären Bewegung in Österreich, Martin Sellner, teilnahmen. Unter dem Schlagwort „Remigration“ wurde dabei über Pläne zur Vertreibung von Millionen Menschen mit ausländischer Herkunft aus Deutschland beraten.









