Postenschacher mit Nationalratsmandaten lassen die Wogen hochgehen.

Tirols Landeshauptmann Anton Mattle kritisiert die Bundes-ÖVP ungewöhnlich scharf. Die Partei sei zu „ostlastig“ und würde zu stark von Nieder- und Oberösterreich dominiert werden. Auslöser ist der jüngste Postenschacher mit Nationalratsmandaten, womit ein Nachrücken des Tirolers Franz Hörl verhindert wurde. Mattle fordert gegenüber der Tiroler Tageszeitung, dass Hörl ein Mandat im Nationalrat zustehe.

Diese Kritik folgt auf eine frühere Auseinandersetzung, bei der Hörl aufgrund eines aussichtslosen Listenplatzes auf der Bundesliste der ÖVP vor dem politischen Aus stand und Mattle als politisches Leichtgewicht bezeichnete.

Ausgewogenere Repräsentation 

Mattle betonte, dass die Tiroler Interessen in der Bundespolitik stärker vertreten sein sollten und kritisierte die derzeitige Personalpolitik der Bundes-ÖVP. Er forderte eine ausgewogenere Repräsentation der Bundesländer innerhalb der Partei, um sicherzustellen, dass alle Regionen angemessen berücksichtigt werden.

Die Debatte um Hörls Listenplatz hatte bereits im Vorfeld der Nationalratswahl für Spannungen innerhalb der Tiroler ÖVP gesorgt. Hörl, der als oberster österreichischer Seilbahnenvertreter bekannt ist, landete auf dem 21. Platz der ÖVP-Bundesliste, was als nicht ausreichend für einen Wiedereinzug in den Nationalrat galt. Dies führte zu seiner scharfen Kritik an Mattle und der Landespartei.Mattle unterstrich in seiner aktuellen Kritik die Notwendigkeit, erfahrene Politiker wie Hörl im Parlament zu halten, um die Interessen Tirols und des Tourismussektors effektiv vertreten zu können. Er appellierte an die Bundespartei, bei der Vergabe von Mandaten eine gerechtere Verteilung zwischen den Bundesländern zu gewährleisten.

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