Pleite einer mehrfach ausgezeichneten Holzofenbäckerei-Kette

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„Die Rückbesinnung auf die ursprüngliche Art des Backens“ verspricht die Bäckereikette Gragger & Cie auf ihrer Homepage. Mit hochqualitativen Bio-Zutaten, Handarbeit und dem Backvorgang in einem Holzofen bot man Brot und Konditorwaren im hochpreisigen Segment an. Nun ist das 2009 in Wien gegründete Unternehmen pleite, berichten die Gläubigerschutzverbände Creditreform, AKV und KSV1870 in Aussendungen.

Die Gründe für die Insolvenz sind demnach ein Umsatzeinbruch in Folge von Corona-Pandemie, Personalmangel und der “allgemeine Wirtschaftslage”. Zunächst blieben Touristen und Laufkundschaft aufgrund von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aus, Gastronomie und Hotellerie nahmen weniger ab. In weiterer Folge soll der Anstieg der Lebenserhaltungskosten zu einer geringeren Nachfrage von Bioprodukten geführt haben, so die Aussendungen. Erst 2022 stieg die “Stolz auf Wien” als Minderheitsgesellschafterin ein.

Das Unternehmen betreibt sieben Filialen in Wien und eine in Oberösterreich. Rund 50 Arbeitnehmer und 92 Gläubiger sollen von der Pleite Betroffen sein. Die Forderungen belaufen sich auf mehr als eine Million Euro. Das Unternehmen soll fortgeführt werden, den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren angeboten.  Am Handelsgericht Wien wurde heute der entsprechende Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung gestellt. Ein Insolvenzverwalter soll noch bestellt werden.

Firmenchef Helmut Gragger betreibt auch zusammen mit dem ehemaligen Wiener Planungssprecher Christoph Chorherr (Grüne) das Bäckerei-Unternehmen Gragger & Chorherr. Dieses ist von der Insolvenz nicht betroffen.

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