Am Mittwoch fanden in Wien und Innsbruck wieder Hausdurchsuchungen im Zusammenhang mit der Signa-Pleite statt.
Die Razzien erfolgten auf Bitte der Staatsanwaltschaft München, die ebenfalls gegen Benko ermittelt. Dabei geht es um die Vorwürfe Betrug und Untreue in dreistelliger Millionenhöhe. Die bayrischen Behörden ermitteln auch wegen mutmaßlicher Geldwäsche gegen die Signa-Gesellschaften.
Hausdursuchungen gab es am frühen Mittwoch in der Signa-Zentrale in der Wiener Herrengasse sowie in Benkos ehemaligen Büro im Kaufhaus Tyrol in Innsbruck und der Benko-Villa in Igls, aus der die Familie Benko unlängst ausziehen musste.
Benko weiter in U-Haft
Benko selbst befindet sich weiterhin in U-Haft. Das Straflandesgericht Wien hat die U-Haft gegen den Tiroler Investor am Dienstag um zwei weitere Monate verlängert. Das Gericht geht weiter von dringendem Tatverdacht und Tatbegehungsgefahr aus.
Benko war im Jänner in Innsbruck festgenommen und in die Justizanstalt (JA) Wien-Josefstadt überstellt worden. Seither befindet er sich dort in Untersuchungshaft, die bereits mehrmals verlängert wurde. Nach Angaben des Straflandesgerichts erfolgte die neuerliche Prüfung der U-Haft am Dienstag aufgrund eines Antrags auf Enthaftung seitens Benkos Verteidigung vom 25. April.
Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) wirft Benko vor, Investoren getäuscht und Gläubiger geschädigt zu haben. Die WKStA geht unter anderem von Untreue und betrügerischer Krida aus – das Strafgesetzbuch sieht dafür bis zu zehn Jahre Haft vor. Laut bestehender Verdachtslage soll Benko trotz laufender Insolvenzverfahren seines Immobilienkonzerns Signa, die auch ihn als Privatperson betreffen, versucht haben, noch vorhandene Vermögensteile zu verschieben bzw. zu verschleiern. Die WKStA geht davon aus, dass er weiterhin als „faktischer Machthaber und wirtschaftlicher Berechtigter“ der Laura-Privatstiftung agierte.
Weitere Infos folgen


