Aufreger des Tages: Ein 10-Jähriger stirbt in Berlin an einer Infektion, weil es nicht geimpft war. Der Grund löst Fassungslosigkeit aus – die Eltern sollen die Grundimmunisierung einfach nicht ernst genommen haben.
Weil ein Bub aus der deutschen Hauptstadt nicht gegen Diphtherie geimpft war, starb er nach einem schweren Verlauf an der Krankheit in der Berliner Universitätsklinik Charité. Die Unverantwortlichkeit seiner Eltern führte zu seinem Tod – denn die Diphtherie-Impfung ist eigentlich gratis und gehört zur Grundimmunisierung von Babys und Kindern.
Letzter Todesfall im 20. Jahrhundert
Diese Krankheit kommt in Deutschland fast gar nicht mehr vor. Den letzten Todesfall gab es bei unseren Nachbarn zuletzt 1997. Trotzdem erwischte der Schüler das Pech, sich im Herbst 2024 anzustecken.
Warum gerade der Junge nicht geimpft war, ist nicht klar. Üblicherweise impfen Ärzte Kleinkinder ab zwei Jahren mit einem 6-fach-Kombinationsstoff gegen die im Volksmund bekannten Infektionskrankheiten. Auch Erwachsenen wird empfohlen, diese Impfung alle zehn Jahre aufzufrischen.
Die Impfung, die Leben rettet
Zu dieser Super-Impfung gehören: Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ B (kann Hirnhaut- oder Kehldeckelentzündungen verursachen), Hepatitis B und eben Diphtherie.
Gefährlich war die Infektion vor allem in den 1880er Jahren, meist waren Babys und Kinder betroffen und es war sogar die Haupttodesursache für die Kleinen.


