Der Verein gegen Tierfabriken hat alle zur Wien-Wahl antretenden Parteien nach ihren Standpunkten zu aktuellen Tierschutzthemen in Wien befragt.

Von repräsentativen Umfragen über das Wahlbarometer bis zur Wahlkabine – die Bevölkerung brennt drauf zu erfahren, wie Wien am 27. April wählen wird. Aus diesem Grund hat auch der Verein gegen Tierfabriken (VGT) eine Umfrage zur Wien-Wahl gestartet – zum Thema Tierschutz. Den Wählern soll damit „ein Überblick der Partei-Positionen geboten werden“, wie es in einer Aussendung vom Dienstag heißt.

In diesem Rahmen hat der VGT den zur Wahl stehenden Parteien nach ihren Ansichten zu den aktuell wichtigsten Tierschutzthemen in Wien befragt. Dafür wurde allen Parteien ein „umfassender Fragebogen“ zugesandt, der von KPÖ/LINKS, den GRÜNEN, der SPÖ und NEOS beantwortet retourniert wurde. ÖVP und FPÖ hingegen hätten „die Anfrage gänzlich ignoriert“, so der VGT.

Inhalte der Umfrage

Die behandelten Themen reichten von Fiaker über Hunde, Amphibien bis hin zum Wiener Landesjagdgesetz. Dabei sprachen sich alle teilnehmenden Parteien „für ein Verbot des Haustierabschusses durch Jäger“ und „für ein Verbot von Treibjagden“ – Praktiken, die aktuell im Wiener Landesjagdgesetz noch erlaubt sind. Von der SPÖ abgelehnt wurde indessen ein „Abschussverbot für kleine Beutegreifer wie Füchse“.

Gefragt wurde zudem, welche Reformen die Parteien in der kommenden Legislaturperiode umsetzen wollen. Während Grüne und Neos den Fokus auf strengere Regeln für den Schutz von Fiaker-Pferden legen wollen, zielen KPÖ/LINKS gar auf ein gänzliches Fiaker-Verbot ab. Die SPÖ will sich diesem Thema nicht annehmen, „sondern sich ausschließlich auf Regelungen für Hunde und den illegalen Welpenhandel konzentrieren“. Sie lehnt auch eine Abschaffung der umstrittenen Rasseliste klar ab, alle anderen befragten Parteien fordern ein Ende dieser aus Tierschutzsicht diskriminierenden Liste.

Fazit des VGT

VGT-Campaigner Georg Prinz kommentierte die Umfrage wie folgt: „Die Gemeinsamkeiten der teilnehmenden Parteien beim Thema Jagd geben Mut zur Hoffnung, dass sich in Wien in puncto Tierschutz in den nächsten 5 Jahren einiges zum Guten verbessern wird. Alle außer die SPÖ erkennen außerdem den zukünftigen Umgang mit Fiaker-Pferden in unserer immer heißer werdenden Stadt als eine der brennendsten Frage an. Der VGT wird genau darauf achten, ob die Wahlversprechen eingehalten werden und es nicht bei bloßen Ankündigungen bleibt! Dass FPÖ, ÖVP und das Team HC auf die Fragen nicht reagiert haben, zeigt eindeutig: Tierschutz ist diesen Parteien leider völlig egal.“

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