Meistergruppen-Traumstart für die Veilchen! Mit einem souveränen 2:0 bei Blau-Weiß Linz setzte sich die Wiener Austria an die Tabellenspitze. Weil Sturm Graz beim WAC nur ein 1:1 holte, grüßen die Wiener nun von ganz oben.
Vier Erfolge en suite und 15 Siege aus den jüngsten 17 Partien verleiten die Fans sogar zu Double-Träumen, doch bei der Austria gab man sich bescheiden. „Die Tabelle zählt nur nach einer einzigen Runde, und das ist die letzte“, sagte Trainer Stephan Helm.
Seine Truppe hatte schnell einen Zwei-Tore-Vorsprung herausgeholt, danach wechselte man in den Verwaltungsmodus. „Nach dem 2:0 hätten wir den Sack zumachen können, dann haben wir uns durchgekämpft“, meinte Helm. Einmal mehr hob der Burgenländer den außergewöhnlichen Teamspirit hervor. „Über allem steht, dass wir eine Austria-Mannschaft gesehen haben, in der einer für den anderen die Knochen hinhält. Das kommt noch vor der Taktik.“
Helm warnt vor Cupsemifinal-Gegner Hartberg
Wichtig sei nun, aus der Partie in Linz die richtigen Lehren zu ziehen, schließlich stünden in der Liga noch „neun Spitzenspiele“ an, betonte Helm. „Das ist eine spezielle Situation, wir sehen das als Riesenherausforderung. Wir werden daran wachsen und wollen das bestmögliche Ergebnis herausholen.“
Bevor es in der Liga am Sonntag mit dem Heimmatch gegen den WAC weitergeht, steigt noch am Mittwoch ebenfalls am Wiener Verteilerkreis das Cupsemifinale gegen den TSV Hartberg. Der Club von Ex-Austria-Coach Manfred Schmid kassierte zum Auftakt der Qualifikationsgruppe eine 2:3-Heimniederlage gegen Austria Klagenfurt. „Aber die Hartberger sind eine gestandene Bundesliga-Mannschaft“, warnte Helm.
Fischer: »Eine schöne Momentaufnahme«
Kapitän Manfred Fischer versprach, man werde im Duell mit den Oststeirern „alles geben. Wir wollen eine gute Figur abgeben, und mit unseren Fans im Rücken ist sehr viel möglich.“ Bundesliga-Rang eins ist für den Mittelfeldspieler „nur eine schöne Momentaufnahme. Wir haben noch neun sehr schwere Runden vor uns. Die Spiele sind so knapp, auf Messers Schneide, aber wir wissen, was zu tun ist. Jeder weiß um seine Aufgaben“, beteuerte Fischer.
Seine Austria liegt nun zwei Punkte vor Titelverteidiger Sturm, der erstmals seit Ende September nicht mehr Erster ist. „Wir wollten als Tabellenführer nach Hause fahren, das ist uns nicht gelungen, das ärgert uns schon“, erklärte Trainer Jürgen Säumel.