Die Regierung versucht via Facebook, Instagram und Co an die Leute heranzukommen und gibt gar nicht so wenig Geld aus.
Die SPÖ macht Social Media-Aufgabe zum Thema im Parlament und will wissen, wie viele Kanäle einzelnen Ministerinnen und Minister betreiben und das ist nicht unspannend – gegen doch immer mehr Werbegelder an große Social-Media-Riesen wie Meta (Facebook, Instagram) aber auch an Google.
Gewessler mit den meisten Kanälen: 482.000 Euro Kosten
- Spannend: Klimaministerin Leonore Gewessler hat die meisten Social-Media-Kanäle, dabei geht es nicht um ihr persönlichen Accounts auf Facebook oder X (Twitter). ihr Ministerium betreibt rund 40 thematische Seiten, das reicht vom „bewusstkaufen“ über das Klimaticket bis zu „CLaiy-Remixed“, eine Seite gegen Wissenschaftsfeindlichkeit, Gewessler bespielt alles, von Facebook über Instagram bis youtube und TikTok. Das ist natürlich nicht gratis – rund 482.000 Euro gab sie im zweiten Halbjahr 2023 aus.
Doch auch anderen Ministerien lassen sich nicht lumpen:
-
Finanzministerium. Das Ministerium von Magnus Brunner ist nur auf Facebook und Linkedin unterwegs – trotzdem listet er Kosten von 483.000 Euro auf.
-
Sozialressort. Gleich 14 Kanäle bespielt das grüne Sozialministerium – vor allem sind es Auftritte des Ministerium von Facebook bis TiKTok. Als Gesamtkosten vom 1. Halbjahr 2023 für Online-Informationsmaßnahmen nennt Minister Johannes Rauch (Grüne) 386.262,47 Euro, dazu kommen Kosten in Höhe von 369.073,03 Euro für die ÖIP-Kampagne und die HPV-Kampagne, dabei geht es um Impfungen gegen Gebärmutterkrebs.
-
Sport- und Kulturministerium. Werner Koglers Haus nennt 24 Kanäle sein eigen, vor allem im Sport-Bereich, aber auch der „Tag das Denkmals“ dabei gingen 89.000 Euro an die Betreiber wegen Anzeigen, Postings usw.
- Bildungsressort. Mit 18 Kanälen ist auch Bildungsminister Martin Polaschek vorne dabei, er bewirbt nicht nur die „Lange Nacht der Forschung“ sondern auch einige Bildungsblogs. Die Kosten? Lediglich einige Hundert Euro.


