Dem Ehepaar Robert (61) und Carmen Geiss (59) droht in ihrer Wahlheimat Saint-Tropez wegen Steuerschulden die Zwangsversteigerung des Luxus-Hotels „Maison Prestige Roberto Geissini“. Der Startpreis liegt bei 1,5 Millionen Euro.
Laut „Business Insider“ liegt dem Ganzen ein Streit mit dem französischen Staat dahinter. Die Geissens häuften demnach von 2010 bis 2022 Steuerschulden in großer Höhe an – dem Bericht zufolge belaufen sie sich auf sieben Millionen Euro. Verzugszinsen und Strafzahlungen inklusive. Der Staat will sich das Geld nun zurückholen.
Laut „Bild“ steht die Immobilien-Investitionsfirma „Whereland Real Estate SA“, die Anteile an dem Luxus-Hotel halten soll im Zentrum der Nachzahlungsforderungen. Sie soll aber ebenfalls Robert Geiss gehören, wie die deutsche Zeitung berichtet. Die Firma hatte 2008 ein Grundstück in Grimaud erworben, um dort drei Villen zu bauen und das bestehende Haus zu renovieren, wie ein Insider gegenüber „Bild“ berichtet.
Steuerliche Vorteile
In Frankreich würden solche Firmen von steuerlichen Vorteilen profitieren, müssen die Immobilien aber innerhalb von fünf Jahren verkaufen. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise von 2010 bis 2014 und Bauverzögerungen gelang das den Geissens nicht, obwohl das Hotel zum Verkauf angeboten wurde.
Nach Ablauf der Fünf-Jahres-Frist sei es deshalb in Frankreich zu einer Steuerprüfung gekommen, in der die erfolgten Verkaufsbemühungen nachgewiesen wurden. „Das französische Steuerrecht hat diese Einlassungen in die Verhandlungen und das Verfahren nicht anerkannt und fordert die ausstehenden Restbeträge mit Zinsen, Säumniszuschlägen und Geldstrafen“, so der Insider zur „Bild“.
Die Geissens legten Berufung ein
Ein Gericht in Draguignan ordnete daraufhin die Zwangsversteigerung an. Die Geissens legten Berufung ein, über die im April entschieden wird. Währenddessen haben sie Juristen beauftragt, um die Versteigerung zu verhindern.
Robert Geiss kritisiert gegenüber „Bild“ die französischen Steuerbehörden für überzogene Forderungen und betont, dass sie weiterhin für ihr Recht kämpfen. Er zeigt sich optimistisch, die Zwangsversteigerung noch abwenden zu können.