In ihrem Büro in der Lugner City ist Richard Lugners Witwe Simone fast jeden Tag bei der Arbeit – Events hat sie aber noch keine besucht. Bis jetzt

Seit dem Tod von Richard Lugner ist Witwe Simone auf Tauchstation. Nur beim Begräbnis ihres Ehemanns trat sie für wenige Stunden in die Öffentlichkeit. Zu groß ist die Trauer um den verstorbenen Baumeister, die sie am liebsten in aller Ruhe verbringt. „Er fehlt mir extrem. Vor allem wenn ich nicht beschäftigt bin und am Abend im Garten sitze und zum Friedhof rüberschaue“, erzählte Simone kürzlich im Talk mit oe24.

Da ihr Leben aber weitergeht, stürzt sich Simone Lugner in die Arbeit und ist dabei sich in ihrem Führungs-Job in der Lugner City zurechtzufinden. Dort stand Samstagnachmittag das erste größere Event seit dem Tod von Richard Lugner auf dem Programm.

„O’zapft is“ hieß es um 14 Uhr beim traditionellen Oktoberfest im Shopping Center. Ein Highlight, das in der Vergangenheit immer ein Pflichttermin für Richard Lugner war.

Für Simone gebot es der Anstand ebenfalls mit dabei zu sein. „Ich wollte zuerst gar nicht hingehen. Es ist einfach traurig ohne Richard. Aber er wäre sicher mit mir hergekommen und somit habe ich mich doch entschlossen herzukommen“, erzählt Simone, die mit ihrer Mama und Schwester kam, im oe24-Talk.

Den Bieranstich zu Ehren ihres verstorbenen Mannes durfte sie aber nicht machen. Dieser blieb dem neuen starken Mann im Lugner Clan vorbehalten. Gemeinsam mit Bezirksvorsteher Dietmar Baurecht nahm Leo Lugner – teils etwas unbeholfen – den Anstich vor und nutzte die Plattform auch gleich für seinen Wahlkampf mit „Team Kickl“.

Auffallend war, dass die Lugner City nicht so gut gefüllt war, wie in den vergangenen Jahren. „Man merkt einfach, dass Richard fehlt und ihn niemand ersetzen kann“, seufzt Simone. „Schade finde ich auch, dass von Richards Familie außer Leo und mir niemand dabei war. Das hätte sich Richard sicher anders vorgestellt“, meint Mörtels Witwe ein wenig traurig.

Der Zuspruch des Publikums hat sie aber bestärkt, in Richard Lugners Sinn weiterzumachen. „Viele Leute sind auf mich zugekommen und haben mir tröstende Worte gespendet und wollten Selfies mit mir“, sieht Simone Lugner das Positive.

Exit mobile version