Großes Zittern um den Verkaufserlös. Laut dem Jahresabschluss von 2022 sind die Luxus-Immobilien, für welche die Signa Prime jetzt einen Käufer sucht, im Gesamtpaket mehr als eine halbe Milliarde Euro wert.
Es muss Geld in die Kassa der Signa-Gruppe, damit die Sanierung aufgehen kann und die Gläubiger noch 30% zurückbekommen. Verkauft wird ein Teil der äußerst werthaltigen Gebäude – und zwar als Gesamtpaket: Das Park Hyatt, das Goldene Quartier und das Verfassungsgerichtshof-Gebäude in Wien, sowie das Kaufhaus Tyrol in Innsbruck.
Erfolg der Signa-Sanierung hängt am Verkauf
Was ist der letzte Preis? Die Gebäude gehören zu Signa Prime Assets GmbH, deren Wert laut Bilanz im Jahr 2022 noch mehr als eine halbe Milliarde Euro betrug. „Mittlerweile haben sich die Werte verändert, es gab Kritik an den Bewertungsmethoden von René Benkos Signa“, sagt eine Insiderin. Offiziell will niemand eine Zahl nennen. Laut Gläubigerschützern könnte der Verkauf der Luxus-Immos wesentlich zum Erfolg der Signa-Sanierung beitragen. Die Zeit drängt.
Deadline. In einem Monat, am 18. März, muss der Sanierungsverwalter Norbert Abel die Mehrheit der Gläubiger von seinem Plan überzeugen. Die Signa Prime steht mit 4,3 Milliarden Euro in der Kreide. Schafft man die Sanierung?
Luxuskaufhaus Lamarr. Die Zukunft des geplanten Kaufhaus Lamarr, derzeit ein Rohbau auf der Mariahilfer Straße, ist weiter ungewiss. Es ist nicht Teil des zum Verkauf angebotenen Immo-Pakets. Derzeit ist ungewiss, was damit passieren soll, ob vielleicht die thailändische Central Group das Lamarr vollständig übernimmt und fertigbauen wird.
Kritiker des neuen Signa-Prima-Verkaufsplans bemängeln, dass man vielleicht mehr Geld erhalten könnte, wenn man die Gebäude einzeln verkaufen würde. Dann würden sich eventuell mehr Käufer melden als beim jetzt angebotenen Gesamtpaket.


