Die Maul- und Klauenseuche breitet sich aus – es besteht auch unmittelbar Gefahr für Österreich.
In der Slowakei und Ungarn werden derzeit tausende Tiere – vor allem Rinder – wegen einzelner Fälle der hochansteckenden Maul- und Klauenseuche notgeschlachtet. Jetzt könnte es auch an Österreichs Grenzen drastische Maßnahmen geben, um eine Ausbreitung zu verhindern.
Besonders alarmierend: Ein Ausbruch in Ungarn liegt nur wenige Kilometer von Nickelsdorf entfernt. Schon am Wochenende schlug ein burgenländischer Rinderbauer Alarm – seine Herde grast im Hanság, einem potenziellen Risikogebiet.
Das Virus ist extrem ansteckend und verbreitet sich nicht nur über die Luft, sondern auch über Kleidung, Fahrzeuge und mehr. Am Montag gab es immerhin eine erste Maßnahme: Die Zufahrtsstraße in den Hanság wurde gesperrt. Doch Experten warnen: Das ist noch keine Entwarnung!
Kommt jetzt die Grenzsperre?
Im Bezirk Neusiedl könnten die kleinen Grenzübergänge in Andau, Deutsch Jahrndorf, Halbturn und der alte Übergang in Nickelsdorf dichtmachen. Nur die großen Übergänge in Kittsee und Nickelsdorf sollen offen bleiben – mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen wie Seuchenteppichen.
Erinnerungen an 1973
Die letzte große Maul- und Klauenseuche im Burgenland liegt zwar fast 50 Jahre zurück, doch die Bilder von damals sind noch immer präsent: Allein in Niederösterreich und dem Burgenland wurden 1973 fast 80.000 Tiere notgeschlachtet.