Rechte und Linke trafen in der Wiener Innenstadt aufeinander, ein Großaufgebot an Polizisten verhinderte etwaige Eskalationen.

Am Samstagnachmittag kam es in der Wiener Innenstatt zum Aufeinandertreffen von rechten und linken Demonstranten, genauer um die die Identitäre Bewegung Österreichs (IBÖ) und linke Gegendemonstranten.

Die IBÖ versammelte sich um 15 Uhr am Michaelerplatz, von wo aus sie in Richtung Freyung zu zog. Bereits eine Stunde zuvor startete die linke Gegendemo am Börsenplatz.

Die Identitären und andere rechtsgerichtete Gruppierungen, einschließlich der FPÖ-Jugend, protestierten gegen die aktuelle Migrationspolitik. Im Gegensatz dazu schritten sich die Teilnehmer der linken Gegendemo mit Plakaten und Schildern gegen Hetze und Rechtsextremismus zur Tat.

 

Massives Polizeiaufgebot

Vor einem massiven Polizeiaufgebot kam es zu Reibereien zwischen den beiden Lagern. Am Michaelerplatz blockierten Gegendemonstranten die Route der Identitären mit einer Sitzblockade. Die Polizei berichtete auch vom Einsatz von Pyrotechnik. „Im Zuge einer Demonstration kam es zur Zündung von Pyrotechnik, die kurzzeitig für Verunsicherung geführt hat“, so das offizielle Statement per „X“.

Eva Blimlinger, Sprecherin der Grünen für Gedenkpolitik, verurteilte den Aufmarsch der Identitären, bei dem auch rechtsextreme und neonazistische Gruppen aus der Schweiz und Deutschland beteiligt gewesen seien. Sie kritisierte zudem die Präsenz der FPÖ. Blimlinger betonte die Gefahr, die von den Parolen der Identitären und der FPÖ ausgehe. Sie warnte vor einer politischen Agenda, die auf die Abschaffung der pluralistischen demokratischen Gesellschaft ziele und stattdessen eine geschlossene, autoritäre Gesellschaft anstrebe.

Auch zahlreiche FPÖ-Funktionäre seien bei der Demonstration anwesend gewesen, so Blimlinger. Sie wies darauf hin, dass die Identitären, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden, sich de facto zu einer Vorfeldorganisation der FPÖ entwickelt hätten. „Da passt personell, rhetorisch und ideologisch längst kein Blatt mehr dazwischen,“ betonte die Grünen-Politikerin mit Nachdruck.

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