Radsport-Star Tadej Pogačar wird erstmals den berüchtigten Kopfsteinpflaster-Klassiker Paris-Roubaix fahren.
Das gab das UAE-Team des Weltmeisters bekannt. Demnach wird der Slowene sowohl den E3 Preis am Freitag und Gent-Wevelgem am Sonntag auslassen, um sich auf die Flandern-Rundfahrt am 6. April und die „Hölle des Nordens“ eine Woche später zu konzentrieren. Die Teamleitung war eigentlich wegen der Sturzgefahr auf rund 55 km Kopfsteinpflaster stets gegen eine Teilnahme.
Damit kommt es heuer wohl zum absoluten Mega-Showdown in der „Hölle des Nordens“. Neben dem Sieger der letzten 2 Jahre, Mathieu Van der Poel und seinem ewigen Rivalen Wout van Aert ist das Feld der Sieg-Anwärter heuer so groß wie wohl nie zuvor. Sanremo-Zweiter Filippo Ganna konzentriert sich heuer erstmals vollkommen auf die Klassiker-Saison, Ex-Weltmeister Mads Pedersen bewies schon bei Paris-Nizza seine Top-Form. Auch Jasper Philipsen und Jonathan Milan werden Außenseiterchancen bei dem härtesten Eintagesrennen des Jahres zugerechnet.
Ein Sieg in Roubaix wäre das vorletzte Puzzlestück auf Pogacars Jagd nach den fünf Monumenten des Radsports. Drei dieser Rennen – Flandern, Lüttich-Bastogne-Lüttich, die Lombardei-Rundfahrt – hat der 26-Jährige bereits gewonnen. Bei Mailand-Sanremo war er am vergangenen Samstag zum wiederholten Male gescheitert. Bisher gelang es lediglich den Belgiern Eddy Merckx, Rik Van Looy und Roger De Vlaeminck alle fünf Monumente mindestens einmal zu gewinnen.