Knalleffekt bei den Koalitionsverhandlungen! ÖVP und SPÖ wollen die NEOS mit ins Boot holen. Die Pinken sollen das Bildungs- und Justiz- oder Außenministerium erhalten. 

Die ganze Nacht zum Freitag wurde verhandelt – doch schon am Donnerstagabend hatte sich angedeutet: Nach ihrer Budgeteinigung haben ÖVP und SPÖ den Neos ein Angebot gemacht, als dritter Partner in eine offizielle Regierungskoalition einzusteigen. Das wäre also eine Wiederbelebung der Ampel. Laut ORF-Radio haben die zwei größeren Parteien den Neos angeboten, zwei Ministerien zu übernehmen. Auch oe24 hatte bereits über Posten für die Neos berichtet. Fixes Angebot ist das Bildungsministerium – das die Neos ja auch schon in Wien haben. Für den zweiten Minister-Posten hingegen gebe es zwei Varianten: Die Neos sollen entweder das Außenamt übernehmen – oder eben das heikle Justizministerium. 

Inwieweit die beiden Koalitionsparteien den Neos inhaltlich entgegenkommen, ist noch unklar. Denn die Ampelverhandlungen waren Anfang Jänner an der Frage des höheren Pensionsalters gescheitert – einen Punkt, den sowohl ÖVP als auch SPÖ ablehnen.

Es dauert noch ein bisschen länger

Allerdings dürfte mit dem Angebot an die Pinken eine Angelobung der neuen Regierung in der kommenden Woche vom Tisch sein. Denn nimmt Neos-Chefin Beate Meinl-Reisinger an und steigt in eine Ampel ein, muss sich den Koalitionspakt den Mitgliedern zur Abstimmung vorlegen. Das dauert in etwa eine Woche, Meinl bräuchte dafür eine Zweidrittelmehrheit.

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