Der ORF-Stiftungsrat beriet am Donnerstag, wie eine enorme Finanzlücke geschlossen werden kann.

Die Sitzung des obersten ORF-Gremiums wurde am Donnerstag zu einem Krisen-Treffen. Hatte sich doch schon im Vorfeld herausgestellt, dass die Finanzprognosen der neuen Haushaltsabgabe vulgo ORF-Steuer viel zu optimistisch war: So fehlen offenbar 170.000 Beitragszahler – was zu einer Finanzlücke von rund 30 Millionen Euro führen soll. Die Lage ist also Ernst.

Rücklagen. Im Stiftungsrat soll laut „Kleiner Zeitung“ eine Not-Variante diskutiert worden sein: So sollen bisher unbekannte Rücklagen in Höhe von 90 Millionen Euro auf einem Sperrkonto liegen, die bisher nicht für den öffentlich-rechtlichen Auftrag verwendet werden. Verwaltet wird dieses Geld von der Medienbehörde KommAustria, es soll aus dem Vorjahr stammen, also noch aus der alten GIS.Wirbel um Westenthaler. Doch nicht nur Finanznöte waren Thema – sondern auch der Brief von 30 der 35 Stiftungsräten an ihren FPÖ-Kollegen Peter Westenthaler. Der lässt keine Gelegenheit vorbeiziehen, den ORF und dessen Mitarbeiter zu attackieren, was für Unmut sorgte. Westenthaler versicherte aber, er nicht daran denke, seinen Stil zu ändern.

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