OÖ. Ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr ist zur Zeit auf Bundesebene im Gespräch. In Oberösterreich sei ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr schnell umsetzbar, heißt es von der zuständigen Landesrätin Christine Haberlander (ÖVP). Schon jetzt seien mehr als 96 Prozent der Vierjährigen im Kindergarten. Oberösterreichweit gehe es nur um etwa 580 Kinder, die dann zusätzlich einen Platz bräuchten. Eine Erhebung zu vorhandenen Deutschkenntnissen soll im vorletzten Kindergartenjahr stattfinden, Kinder mit Förderbedarf sollen im letzten Kindergartenjahr die Betreuungseinrichtung 30 statt 20 Stunden wöchentlich besuchen müssen. Sollte es einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem ersten Lebensjahr geben, dann würden laut Haberlander 5.000 Pädagogen fehlen.
Das Personal ist am Limit. Heuer wurde ein dreijähriger Aufbaulehrgang für Kindergarten und Krabbelstube an der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) der Kreuzschwestern in Linz gestartet, um schneller auszubilden.