Am Mittwochmorgen startete der Prozess zwischen Lilly Becker und ihrem Ex-Freund Pierre Uebelhack in München. Er fordert von der Dschungelkönigin fast eine halbe Millionen Euro zurück, davon 218.000 Euro beim jetzigen Prozess in der bayrischen Landeshauptstadt.
Pierre Uebelhack (49) und Lilly Becker (48) lernten sich 2017 bei der Show “Global Gladiator” kennen. Nach ihrer Trennung von Boris Becker kamen sich die beiden 2018 immer näher. So nah, dass sie laut Lilly ein Paar waren.
Darlehen oder Schenkung
Die 48-Jährige bat Uebelhack um Geld, da sie wegen des Scheidungszoffs mit Boris Becker in finanzielle Notlage geriet. Laut seiner Aussage war das gegebene Geld ein Darlehen. Lilly widerspricht, sie spricht von einer Schenkung.
Die Ex-Frau von Boris Becker brauchte das Geld für Anwälte, Steuern, Miete, den Geburtstag der Großmutter, Reisen zu Verwandten und für einen Detektiv, welcher angeblich Boris Becker nachspionierte.
Widersprüchlicher Beziehungsstatus
Im Gerichtssaal war für Lilly Becker eine emotionale Achterbahnfahrt. Am Beginn war sie gefasst, um im Laufe des Verfahrens immer mehr ihre Gefühle frei zu lassen, bis sie sogar in Tränen aufgelöst war. Lilly Becker sagte über ihre Beziehung mit dem TV-Manager: “Ich fühle mich von den Ausführungen des Herrn Uebelhack sehr verletzt. Wir waren damals sehr ineinander verliebt. Er war der erste Mann in meinem Haus nach der Trennung von Boris. Er wusste alles über mich. Wir waren uns so nah. Wir waren ein Team. Wir haben darüber gesprochen, wie wir Boris vor Gericht schlagen können.”
Sie versuchte immer wieder, Uebelhack direkt wütend in die Augen zu schauen. Der 49-Jährige gab zu, verliebt gewesen zu sein, aber sie wären kein Paar gewesen. Lilly widerspricht dieser Aussage.
Wendungsreicher erster Tag
Beim Darlehen widerspricht sie ihm auch. Lilly sagte dazu: “Er hat alles für mich bezahlt. Es war niemals ein Darlehen – es gab auch keinen Vertrag. Es gab auch keine Gespräche, dass ich das Geld zurückzahlen soll. Absolut nicht.” Uebelhack hingegen betonte: “Sie hat mir immer wieder versichert, dass sie das Geld zurückzahlen wird.”
Das größte Streitthema sind digitale Unterschriften von Lilly Becker unter zwei Darlehensverträgen. Sie behauptet, diese nie getätigt und auch nicht freigegeben zu haben. Diese Aussage widersprach ihr ehemaliger Manager. Er ist als dritter Zeuge vom Gericht eingeladen worden.
Urteil erst im April
Der Ex-Manager sagte: “Sie hat mir die Signatur persönlich gegeben.” Er hat die Verträge, im Auftrag von Lilly Becker, digital unterschrieben. Der damalige Manager zeigte sogar eine eidesstattliche Versicherung.
Am Mittwoch gab es noch kein Urteil. Laut dem Richter soll dies erst am 9. April erfolgen.