Umfragen zeigen knapp vor der Salzburger Gemeinderats-Wahl, dass ein Kommunist in die Stichwahl kommen könnte.

Salzburg. Wird in Österreich bald eine zweite Stadt – in Graz ist Elke Kahr Bürgermeisterin – von einem Kommunisten regiert? Fällt tatsächlich just das elitäre Salzburg an die KPÖ+? Das ist die Frage, die derzeit das politische Österreich bewegt und die Salzburger Gemeinderatswahl am Sonntag so spannend macht.

Denn KPÖ+-Spitzenkandidat Kay-Michael Dankl, der bereits bei der Salzburger Landtagswahl 11,6 Prozent geschafft hatte, ist auf dem Sprung in die Stichwahl. Und: In Salzburg Stadt erzielte Dankl damals 21,5 Prozent und Platz 2.

Das sei auch jetzt möglich. Derzeit liefern sich offenbar SPÖ-Kandidat Auinger und ÖVP-Kandidat Kreibich ein Match mit Dankl um den Einzug in die Stichwahl.

Alles sei am Sonntag möglich – von einem Triumph des Ex-Grünen Dankl über ein Verpassen des Einzugs in die Stichwahl.

Dankl punktet weiter mit Wohn-Thema

Geschickt. Dankl tritt dabei weniger als ein in der Wolle gefärbter Kommunist denn als Sozialfighter auf. Er punktet weiter mit dem Wohn-Thema – Mieten und Eigentum sind in Salzburg Stadt besonders teuer.

Zudem strahle der 35-jährige Historiker, der als Museumsführer arbeitet, auch durchaus „Bürgerlichkeit“ aus, berichten Beobachter.

Gelingt es ihm, in die Stichwahl zu ziehen, würde wohl mitten im Super-Wahljahr auch ein Hype für die KPÖ ausgelöst werden, die in bundesweiten Umfragen freilich nur bei rund drei Prozent liegt. Für Hochspannung am Sonntag ist jedenfalls gesorgt.

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