Ein 42-jähriger Kroate, der St. Gallen einen Hanfladen betrieb,  zog in Österreich und in der Schweiz einen schwunghaften Handel mit Kokain aus Holland auf. Jetzt wurde er dafür verknackt.

Vlbg. – Der Angeklagte wurde am Freitag am Landesgericht Feldkirch wegen Drogengeschäften im großen Stil zu elf Jahren Haft verurteilt. Der in der Schweiz geborene Ex-Jugoslawe hatte nach Ansicht des Schöffensenats über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren insgesamt über 63 Kilogramm Kokain geschmuggelt und zu einem großen Teil auch verkauft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Koks-Baron war von Sommer 2019 bis Mai 2021 im Suchtgiftbusiness involviert. Laut Anklage soll er über 57 Kilogramm Kokain in den Niederlanden eingekauft und Kuriere bestimmt haben, die den Stoff mittels präparierter Autos grenzüberschreitend weiterverteilten. Mehr als 38 Kilogramm Suchtgift gelangten so an lokale Dealer, die die Drogen wiederum in Vorarlberg weiterverkauften. Große Mengen Suchtgift landeten auch in der Schweiz.

Außerdem soll der Mann den Handel mit weiteren sechs Kilogramm Kokain, 20 Kilogramm Cannabiskraut sowie 27.500 Stück Ecstasy-Tabletten angebahnt haben. Zum Verkauf dieser Mengen kam es jedoch nicht mehr, es blieb beim Angebot. Ein Komplize des Kroaten wurde in der Causa bereits verurteilt. Dass sich der Angeklagte, der schon in der Schweiz vier Jahre in Haft saß, am Freitag geständig zeigte, war der einzige Milderungsgrund. Erschwerend wirkte sich im Feldkircher Urteil die Begehung der Straftaten mit Mittätern aus, ebenso die enormen Mengen, das Motiv der Gewinnsucht sowie der lange Tatzeitraum.

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