Andreas Grabenweger, René Benkos Masseverwalter von der Innsbrucker Rechtsanwaltskanzlei CHG, geht nun gerichtlich gegen Ingeborg Benko vor. Mit ihrem Sohn hat sie mehrere Stiftungen geründet. Das steckt hinter der Klage gegen die Benko-Mama.
Sie wird als Benkos „Stroh-Mama“ vermutet: Ingeborg Benko (74), eine pensionierte Kindergärtnerin, taucht immer wieder als Mit-Stifterin im Geflecht der Benko-Stiftungen auf. Das ist sowohl bei der Laura Privatstiftung in Innsbruck als auch bei der INGBE Stiftung in Vaduz der Fall.
Wo ist das Geld wirklich?
Mutter Ingeborg ist auch Begünstigte der Stiftungen, ihr Sohn Rene soll das hingegen nicht sein. Offiziell soll Benko-Junior von 3700 Euro im Monat leben. Die Frage ist: Hat er Vermögenswerte in seine Stiftungen in Österreich und Liechtenstein transferiert?
„Vertrauen in den Rechtsstaat steht auf dem Spiel“
Er ist einer der Kläger, Dietmar Czernich. Über die Vorgehensweise von Benko sagt er: „Das Vertrauen in den Rechtsstaat steht auf dem Spiel. Vermögensverschleierung durch Gründung von Privatstiftungen bei gleichzeitigen hohen Schulden ist nicht in Einklang zu bringen.“ Hat der Ex-Milliardär seine Mutter nur vorgeschickt? Co-Kläger Daniel Tamerl vermutet das: „Die Klage richtet sich gegen die Mutter von René Benko. Wir wollen im Verfahren beweisen, dass diese als Erststifterin bloß vorgeschoben wurde.“
Die Stiftungen sollen jetzt geknackt werden
In der Klage gegen Benkos Mutter geht es auch darum, dass Ingeborg Benko gerichtlich untersagt werden soll, ihre Rechte als Stifterin auszuüben. Die mutmaßlichen Geldbunker-Stiftungen sollen nämlich geknackt werden, um Zugriff auf die Vermögenswerte zu erhalten: „Das Verfahren wird zeigen, inwieweit das Rechtsinstitut der Privatstiftung auch künftig zur Vermögensverschleierung verwendet werden kann“, sagt Andreas Grabenweger, der Benko-Insolvenzverwalter.


