Für Slalom-Ass Manuel Feller reichte es bei der Ski-WM in Saalbach für keine Medaille.
„Für mich ist das die wichtigste Woche in meiner Karriere. Wenn ich hier leer ausgehe, ist das die größte Niederlage, die ich jemals erlebt habe.“ Das erklärte ÖSV-Star Manuel Feller im Zuge der Heim-Ski-WM in Saalbach. Für den 32-Jährigen ist dieser Alptraum nun Wahrheit geworden. Im letzten Bewerb der Weltmeisterschaft, seiner Spezialität, dem Slalom, konnte sich Feller seinen Medaillen-Wunsch nur knapp nicht erfüllen. Der Tiroler landete auf Rang vier (+0,79), musste stattdessen mitansehen, wie es Linus Strasser (GER/+0,52), Atie Lie McGrath (NOR/+0,26) und Loic Meillard (SUI/1:54:02) auf das Stockerl schafften.
Feller: „Definitiv größte Niederlage meiner Karriere“
Im anschließenden ORF-Interview wurde Feller emotional, war den Tränen nahe. „Es ist definitiv die größte Niederlage meiner Karriere“, so der amtierende Slalom-Weltcupsieger. „Für einen vierten Platz gibt es bei einer Weltmeisterschaft nichts Positives. Man muss auch schauen wie lang ich generell noch Chancen habe bei einer WM. Jetzt bin ich 32, eine Heim-WM werde ich definitiv keine mehr erleben.“
Ein wenig Erleichterung machte sich dennoch bei Feller breit: „Eigentlich bin ich froh, dass es vorbei ist. Man kann sich gar nicht vorstellen, was so eine Woche energetisch heißt. Vor allem nach dem ersten Durchgang war es so als ob einer den Stecker zieht. Es war großer Ärger da, weil ich wusste, das meiste habe ich schon verspielt. Ich habe auch viel Energie und Willenskraft in das ganze Projekt reingesteckt und leider hat es sich nicht ausgezahlt.“

