100 Tage nach der Start der Dreierkoalition hat der neue Kanzler Christian Stocker (noch) keinen Amtsbonus. Umfrageplatzhirsch ist auch hier – FPÖ-Chef Herbert Kickl.

Kommende Woche wird die Dreierkoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS 100 Tage im Amt sein – Grund genug für oe24, sich die Umfragewerte der Regierungschefs anzuschauen – und wie sie sich gegen den Chef der größten Oppositionspartei schlagen. Eines vorweg: Laut der wöchentlichen Kanzlerfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 (wöchentlich jeweils 1.000 Interviews, max. Schwankung 3,2 %) gibt es in der Regierung wenig zu feiern.

Das 100-Tage-Kanzlerfragen-Zeugnis der Parteiobleute

Und das ist die „Fieberkurve“ der letzten 100 Tage

Denn: Die FPÖ führt nicht nur die Sonntagsfrage klar an, auch der blaue Parteichef Herbert Kickl ist der Platzhirsch in der Kanzlerfrage. Zuletzt würden (hochgerechnete) 36 % Kickl direkt ins Kanzleramt wählen. Der FPÖ-Chef hat damit einen um zwei Punkte besseren Wert als seine Partei, Kickl erlebte zwar nach seinem Scheitern bei der Regierungsbildung mit der ÖVP zwei kleine Dellen – angesichts des Sparpakets hat er die Verluste wieder wettgemacht.

Und die Konkurrenz? Amtsinhaber Christian Stocker (ÖVP) hat nur 18 % – das ist nur die Hälfte des Wertes, auf den Kickl kommt. Dabei konnte sich Stocker nach seinem Amtsantritt zunächst über steigende Werte freuen, und jetzt konnte SPÖ-Chef Andreas Babler ihm auf 17 % nahe rücken. Oder anders: Stocker und Babler sind zusammen nicht so stark wie Kickl. Und: Beide – Stocker und Babler – erreichen hochgerechnet nicht so viel wie ihre Parteien.

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