Die neueste Challenge von Teenies und Jugendlichen, bei nächtlichen motorisierten Spritztouren bis zum Äußersten zu gehen, führte in Wien zum nächsten spektakulären Crash mit einem unbefugt in Betrieb genommenen Pkw.
Wien. Erst am Samstag war es um drei Uhr nachts zu einem heftigen Unfall einer Teenie-Bande in Wien gekommen: Fünf junge Burschen waren mit einem gestohlenen Toyota durch die Stadt gedonnert: Dabei krachte der Wagen in der Nordbahnstraße in der Leopoldstadt gegen eine Straßenbegrenzung und überschlug sich. Drei Insassen flüchteten, zwei 13-jährige Syrer blieben verletzt im Auto zurück.
In der Nacht auf Sonntag dann der nächste Teenie-Crash – diesmal mit einem Mini Cooper Clubman S, der dem Opa des Speed-Kids am Steuer gehört. Die Fahrzeugschlüssel hatte sich der Iraker (14) hinterm Steuer heimlich von seinem Großvater gekrallt, erneut um drei Uhr in der Nacht ging mit drei 13-jährigen Kumpels (einem einheimischen Wiener und zwei Migranten-Boys) kreuz und quer durch Floridsdorf los.
Das Ende der Spritztour kam schneller als gedacht: In der T-Kreuzung der Baumergasse mit der Wannemachergasse verlor der 14-Jährige, der das Linksabbiegemanöver viel zu rasant angegangen war, die Kontrolle über den Mini-Kombi, worauf er gegen einen Lichtmast prallte und in weiterer Folge gegen eine Betonmauer geschleudert wurde. Der 14-jährige Lenker und zwei seiner Freunde flüchteten vom Unfallort. Ein Beteiligter blieb verletzt zurück.
Durch die Berufsrettung wurde der 13-Jährige notfallmedizinisch versorgt und mit Blessuren im Gesicht in ein Spital gebracht. Zwischenzeitlich konnten Polizisten des Stadtpolizeikommandos Floridsdorf alle Beteiligten und deren Erziehungsberechtigte ausfindig machen. Der 14-jährige mutmaßliche Unfalllenker wurde angezeigt.