Nur ein Wunder im letzten Damen-Slalom kann die kugellose Saison für den ÖSV retten. Die Herren gehen ganz leer aus. Kein Wunder, dass die ÖSV-Bosse durchgreifen.
Beim Weltcup-Finale in Sun Valley kündigte Generalsekretär Christian Scherer drastische Schritte an und bestätigte indirekt oe24-Story
Nach der Ankündigung von ÖSV-Herrenchef Marko Pfeifer („Es wird kein Stein auf dem anderen bleiben“) legte Scherer im ORF-Interview am Rande der Final-Rennen in Sun Valley nach: „Wir sind vor der Weltmeisterschaft (im Februar in Saalbach, d. Red.) sehr ruhig geblieben und wurden mit tollen Leistungen belohnt.“ Aber die Goldmedaillen durch Stephanie Venier (Super-G) und Raphael Haaser (RTL) täuschen über die schwachen, über die Weltcupsaison gezeigten Leistungen hinweg.
„Sind mit gesamtem Saisonverlauf nicht zufrieden“
Scherer: „Natürlich machen wir uns Gedanken. Wir müssen auch kritisch anmerken, dass wir mit dem gesamten Saisonverlauf nicht zufrieden sind. Unsere Arbeit ist es jetzt, gemeinsam die Steine umzudrehen, kritischer zu hinterfragen, warum wir nur bei gewissen Rennen so toll dabei waren und warum wir nicht die Konstanz, die es benötigt, um auch um Kugeln mitzufahren, über die Saison zeigen konnten.“
Auf die Nachfrage, welche Steine jetzt umgedreht werden meinte Scherer: „Alle. Das sind wir uns selber und den Athleten schuldig und auch unseren Partnern und Sponsoren. Von dem her werden wir viele Analysesitzungen machen.“ Auch wenn es Ausfälle und Verletzungspech gab: Der ÖSV-Anspruch sei es, „konstant und in geballter Kraft vorne mitzufahren. Das ist uns nicht gelungen. Deshalb müssen wir schon jetzt damit beginnen, uns Gedanken über die nächste Saison zu machen.“
Pariasek: „Andy Evers, das ist fix, wird Nachfolger von Sepp Brunner …“
Die Feststellung von ORF-Reporter Rainer Pariasek, dass (wie oe24 berichtete) Andy Evers, der ehemalige Herminator-Coach, Nachfolger von Sepp Brunner wird (als Herren-Speedchef), ließ Scherer unwidersprochen. Heißt: Es ist fix! Auf die Frage, ob es weitere Trainerwechsel geben werde, meinte der ÖSV-Boss ausweichend: „Ich möchte dem Analysen nicht vorgreifen. Mario Stecher als Sportdirektor wird mit seinem Betreuungspersonal die Gesamtsituation kritisch hinterfragen.“ Natürlich werde man „wenn notwendig auch Veränderungen machen.“ Die eine oder andere personelle Umstellung werde es „natürlich noch geben“.