Zufrieden, dass sich die Turbulenzen um die Fahrer-Rochade gelegt haben (Yuki Tsunoda übernimmt das Racing-Bulls-Cockpit von Liam Lawson), hebt Red-Bull-Mastermind Helmut Marko Richtung Japan ab. 

Lesen Sie, wieso der 81-jährige Grazer beim „Frühstücks-GP“ in Suzuka (Sonntag, 7 Uhr, ORF1 live) an ein Sieg-Comeback von Max Verstappen glaubt und warum aus den roten weiße Bullen werden. 

oe24: Herr Marko, wie schwer ist es euch gefallen, Liam Lawson zurück ins Racing-Bulls-Cockpit zu beordern?
MARKO: Es war letztlich die logische Entscheidung im Sinne der Konstrukteurs-WM, und wir (Marko und Teamchef Christian Horner, d. Red.) haben sie gemeinsam getroffen. Lawson hat jetzt in einem leichter zu fahrenden Auto die große Chance auf eine erfolgreiche Karriere in der Formel 1.

oe24: Und wie hat Max Verstappen auf den Fahrerwechsel reagiert.
MARKO: Er hat kundgetan, dass Lawson zu früh ausgewechselt wurde, aber er hat auch Verständnis für die Situation. Mit seinem neuen Teamkollegen wird er bestens auskommen. Yuki ist sehr kooperationsbereit und auch pflegeleicht. Die beiden haben schon gemeinsam an diversen Red-Bull-Veranstaltungen teilgenommen, da hat alles immer tadellos funktioniert.

Wechsel mit Verstappen? „Für mich kein Thema“

oe24: Im Cockpit zählt für Verstappen ohnehin nur der eigene Erfolg und der fünfte WM-Titel in Folge …
MARKO: Genau, und da ist bei acht Punkten Rückstand nach zwei Rennen im Prinzip noch nichts passiert. Abgesehen davon, dass sich (die McLaren-Piloten, d. Red.) Norris und Piastri hoffentlich noch länger gegenseitig Punkte wegnehmen, kommt jetzt eine echte Verstappen-Strecke. In Suzuka kommen seine fahrerischen Qualitäten noch mehr zum Tragen. Außerdem gehört der Kurs zu seinen absoluten Lieblingsstrecken. Da hatte er beim Freitag-Training seinen allerersten Formel-1-Einsatz, und zuletzt hat er drei Mal gewonnen. Zudem hoffen wir, dass der RB21 besser performt als zuletzt in China.

oe24: Was hat es eigentlich mit der weißen Sonderlackierung auf sich?
MARKO: Das ist unser Abschiedsgeschenk an Honda – in Erinnerung an deren Anfänge in der Formel 1 (1965 feierte Richie Ginther/USA in Mexiko den 1. GP-Sieg für Honda, d. Red.).

oe24: Noch eine persönliche Frage: Sie meinten zuletzt, dass ein Verstappen-Wechsel zu Mercedes oder Aston Martin Grund sein könnte, in Pension zu gehen. Mit Max zu wechseln …
MARKO: ,,, wäre für mich absolut kein Thema. Formel 1 ist für mich Red Bull. 

1. Freies Training für den Japan-GP: Freitag ab 4.30 Uhr ++ Qualifying: Samstag,  8 Uhr ++ GP-Start: Sonntag, 7 Uhr (alles live ORF1 live)

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