Wenn die neue Regierung genauso arbeitet, wie sie in den letzten Tagen kommuniziert hat, dann droht Österreich wohl das gleiche Ampel-Chaos wie zuletzt Deutschland.

ÖVP, SPÖ und NEOS haben allen Ernstes die Chuzpe, ausgerechnet in Sparzeiten das größte und teuerste Regierungskabinett aller Zeiten zu bilden. Die 21 Regierungsmitglieder (Kanzler, Vizekanzler, 12 Minister und 7 Staatssekretäre) passen nicht einmal auf die Regierungsbank im Parlament. Das ist so absurd, dass es fast schon wieder lustig wäre. Die Außenwirkung dieser XXL-Regierung ist jedenfalls fatal. Wer soll dieser Koalition noch irgendwelche Sparmaßnahmen glauben?

Als wäre dieses Kommunikationsdesaster nicht schon genug, hat die SPÖ jetzt auch noch beschlossen einen parteiinternen Atomkrieg um die Ministerienaufteilung zu starten. Dass Andreas Babler aus persönlichen Befindlichkeiten den mit Abstand qualifiziertesten SPÖ-Kandidaten für das Finanzministerium (und das ist Peter Hanke zweifellos) verhindern will, sagt viel darüber aus, nach welchen Kriterien die Minister der neuen Ampel ausgewählt werden.

Inhaltlich sollten wir die neue Regierung an ihrem Programm und ihren Taten messen. Das fällt angesichts dieses mangelnden G‘spürs aber sehr schwer.

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