Heute (27. Februar) wird Austropop-Kaiser Rainhard Fendrich 70. Gefeiert wird nicht, aber einen großen Geburtstagswunsch hat er doch: „Wir müssen wirklich aufhören, uns einander zu verletzen!“ 

Den 30er hat er 1984 noch groß gefeiert, seitdem sind Rainhard Fendrich seine Geburtstage aber „total egal“. Auch der heutige Ehrentag. Sein 70. Geburtstag: „Ich drehe mein Handy ab, wie an jedem Geburtstag. Und ich sage auch nicht, wo ich bin, denn ich mag mich so gar nicht feiern lassen! Ich will das alles nicht. Ich mache gerne Geschenke, ich feiere gerne mit, aber selber gefeiert werden mag ich nicht,“ zeigt er sich im oe24-Interview als Geburtstagsmuffel. Dabei gäbe es genug Gründe zum Feiern: Mit der neuen CD „Wimpernschlag“ stürmt er wieder auf Platz 1. Dazu wurde die Jubiläums-Tour „Nur ein Wimpernschlag – 45 Jahre live“ bereits um 20. Konzerte erweitert und ORF2 widmet ihm heute eine „Lange Filmnacht“.

Den 70er („Jetzt wird Zeit absehbarer und somit auch kostbarer“) sieht man Fendrich so gar nicht an. Auch weil er Ernährung („Ich bin Teilzeit-Vegetarier!“) und sein Fitness-Programm („Ich mache nur mehr systemerhaltende Sportarten“) umgestellt hat. Dazu gibt es einen “Personal Trainer – mit vier Pfoten“. Seinen Hund Karl. „Der will bewegt werden. Bei jedem Wetter. Und man würde nicht glauben, was Konsequenz ausmacht. Ich gehe mit dem jeden Tag 2, 3 Kilometer. Manchmal flotter, manchmal langsamer.“ Und das oft schon zu nachtschlafender Zeit am Wiener Laaer Berg. „Ich bin Frühaufsteher geworden, das ist kein Witz. Ich stehe manchmal schon um 4 Uhr auf. Vor allem im Sommer. Ich genieße die Zeit. Ich gehe mit meinem Hund, wenn noch niemand geht. Es ist erbauend, wenn man über eine Wiese geht und die ist noch feucht. Man kann seine Gedanken schweifen lassen, denn ich sehne mich sehr nach Stille.“

Natürlich verfolgt Rainhard Fendrich auch die Karriere seines Sohns Lucas, der am 14. März sein neues Album „Rezeptfrei“ bringt. „Er ist fleißig, er ist talentiert und erinnert mich ein bisschen mehr an den jungen Falco, als an mich!“

Zum 70er setzt sich Fendrich auch mit „der Endlichkeit auseinander”: „Ich plane nicht mehr langfristig. Ich mach jetzt die Tournee, auf die freu ich mich, für die fühl ich mich fit. Dann schau ich, wie es mir geht. Und dann sehe ich, was ich weitermache.“ Angst vor dem Tod hat er nicht: “Aber vor dem Sterben!“.

 

Dazu äußert Fendrich im oe24-Interview auch seinen ganz großen Geburtstagswunsch: „Wir müssen wirklich aufhören, uns einander zu verletzen. Das wäre mir ein großes Anliegen. Auch an mich, denn ich bin auch manchmal ein Häferl. Aber ich habe gelernt, mich zu beherrschen und bin draufgekommen, dass Druck nur Gegendruck erzeugt.“

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