Eine Senkung um 0,25 Prozentpunkte gilt als wahrscheinlich, wobei sogar 0,5 Prozentpunkte möglich sind.

Die Inflationswelle in der Eurozone klingt ab, doch die Sorge um die schwache Konjunktur wächst. Vor diesem Hintergrund dürfte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag die Leitzinsen das vierte Mal in diesem Jahr senken. Viele Ökonomen erwarten, dass die Zentralbank den richtungsweisenden Einlagenzinssatz um 0,25 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent reduziert.

Dieser Zins, den Banken für bei der EZB geparkte Gelder erhalten, ist für Sparer relevant. Banken orientieren sich daran und geben sinkende Einlagenzinsen in Form niedrigerer Tages- und Festgeldzinsen an ihre Kundschaft weiter. An der Börse wird sogar auf eine Leitzinssenkung um 0,5 Prozentpunkte spekuliert, wie sie Frankreichs Notenbankchef François Villeroy de Galhau jüngst nicht ausschließen wollte. Denn zuletzt ist die Sorge der Währungshüter um die schwache Wirtschaft im Euroraum gewachsen, obendrein drohen Handelskonflikte mit dem designierten US-Präsidenten Donald Trump und Frankreich steckt in der Regierungskrise.

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