Der von der Raumstation ISS ausrangierte Batterieblock wird nicht über Österreich abstürzen.
Vor drei Jahren warf die Internationale Raumstation ISS den Weltraumschrott ab und seither schwirrte er durchs All. Heute wird der ausrangierte Batterieblock in die Erdatmosphäre eintreten und dabei möglicherweise zersplittern. Trümmerteile könnten dabei auch den Luftraum über Tirol, Vorarlberg und Kärnten streifen, hieß es heute in Aussendungen der betroffenen Landesregierungen am Freitag unter Berufung auf Informationen des deutschen Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Mit Leuchterscheinungen und einem Überschallknall durch die Trümmerteile sei demnach zu rechnen. Ein Aufprall von Bruchstücken auf der Erdoberfläche sei dabei „äußerst unwahrscheinlich“. Inzwischen ist klar: „Die Trümmerteile werden mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit 20.17 Uhr in den Atlantik oder den Indischen Ozean stürzen“, wie Oberstleutnant Thomas Blätte vom Weltraumlagezentrum in Uedem (NRW) gegenüber „Bild“ sagte.
„Wir haben eine Aktualisierung der Bahn-Daten bekommen, haben vermessen, wo und in welcher Höhe sich das Objekt befindet“, erklärt Blätte. Aufgrund der Position würde der Überflug in einer Höhe sein, wo er nicht wieder in die Erdatmosphäre eintreten kann. Er wird über dem Atlantik wieder eintreten und könne somit Deutschland und Europa nicht mehr erreichen, sagt der Oberstleutnant vom Weltraumlagezentrum in Uedem.


