Seit Dienstagmittag wird ein 21-Jähriger aus dem Burgenland, der seinen Grundwehrdienst bei der Garde in Wien absolviert, mit sehr hohem Fieber in der Klinik behandelt. Er befindet sich mit einer Gehirnhautentzündung im Koma.
Wien. Offiziell heißt es, dass sich der Rekrut Montagabend mit sehr hohem Fieber im Krankenrevier der Wiener Maria-Theresien-Kaserne meldete. Dort zeigte sich sofort, wie ernst und besorgniserregend sein Zustand war – um 18:55 Uhr wurde er in Begleitung eines Rettungssanitäters zur weiteren Behandlung ins Sanitätszentrum Ost in Wien-Stammersdorf überstellt.
Tagsüber haben die Rekruten ihre Bekleidung und Ausrüstung für das Paradeexerzieren ausgefasst. Wie oe24 erfuhr, hatte der plötzlich so heftig erkrankte Kamerad das Wochenende freigehabt und im Burgenland verbracht.
Bakterielle Meningokokken-Infektion
Dienstagmittag verschlechterte sich sein Zustand nach einer kurzen Besserungsphase derart rapide, sodass der 21-Jährige notärztlich versorgt werden musste. Um 13:55 Uhr wurde er bereits im komatösen Zustand in die Klinik Floridsdorf und anschließend in die Klinik Landstraße verlegt. Das Bundesheer ist tief betroffen und drückt den Angehörigen seine Anteilnahme aus. Die Garde ist in engem Kontakt mit den Angehörigen. Der Heerespsychologische Dienst steht den Kameraden und den Angehörigen zur Seite.
Meldepflichtig und ansteckend
Das Umfeld des Soldaten wurde vorsorglich mit Antibiotika versorgt.