Nach Trumps heftiger Kritik: Panama hat den Rückzug aus dem chinesischen Infrastrukturprogramm „Neue Seidenstraße“ angekündigt. Jetzt reagiert China empört und wirft den USA eine „Mentalität des Kalten Krieges“ vor.
Es war wohl ein Dorn im Auge des US-Präsidenten Donald Trump: Ihm war der Einfluss Chinas auf den enorm wichtigen Panama-Kanal – eine Wasserstraße, die den Atlantik mit dem Pazifik verbindet – zu groß. Die USA haben Panama wohl ordentlich Druck gemacht und damit hat sich das lateinamerikanische Land jetzt aus dem chinesischen Großprojekt zurückgezogen.
US-Außenminister in Panama
Trump schloss sogar einen militärischen Einsatz rund um den Panama-Kanal, um ihn wieder unter US-Kontrolle zu bringen, nicht aus. Doch das ist offenbar nicht nötig. Der US-Außenminister Marco Rubio war am Wochenende in Panama und forderte Änderungen bezüglich der „Nutzungsbestimmungen“ der Wasserstraße. Es sei unfair, dass die USA den Panama-Kanal militärisch verteidige und zusätzlich noch für dessen Durchfahrt Gebühren bezahle, klagte Rubio.
„Kaum von dem Projekt profitiert“
Laut Medienberichten äußerte sich Panamas Präsident José Raúl Mulino hingegen am Donnerstag, dass das lateinamerikanische Land aus eigenen Stücken entschieden hätte. Das Aus sei die alleinige Entscheidung Panamas gewesen, hieß es weiter. Sein Land habe kaum von dem Projekt profitiert.
Mit seiner „Neuen Seidenstraße“ finanziert China Infrastrukturprojekte wie Häfen, Eisenbahnlinien und Flughäfen in Asien, Europa, Afrika und Lateinamerika. Über 100 Länder sind Teil des Projektes. Damit verfolgt China das Ziel, einen besseren Zugang zu den internationalen Märkten zu schaffen.


