Am Montag veröffentlichte die Statistik Austria neue Zahlen zum Budget-Defizit des Vorjahres. Auch zu den Länder- und Gemeindefinanzen gibt es neue Daten.

Budget-Experten warnten schon vor Monaten vor den Länder- und Gemeindefinanzen. Diese seien in der Budget-Prognose viel zu optimistisch eingepreist, so das Argument. Jetzt wurden von der Statistik Austria neue Zahlen zum Budget veröffentlicht. Demnach lag das Defizit 2024 bei 4,7 (!) Prozent. Das ist deutlich über der Maastricht-Grenze von drei Prozent. In absoluten Zahlen entspricht das einem Minus von 22,5 Milliarden Euro. 2023 lag der Wert noch bei 12,4 Milliarden, ein Defizit von 2,6 Prozent.

Und: Tatsächlich drücken die Länder- und Gemeindefinanzen deutlich auf das Budget. 13 Prozent der Gesamtschulden sind auf sie zurückzuführen. Der Finanzierungssaldo der Gemeinden lag 2024 bei -2,62 Milliarden Euro. Bei den Ländern lag der Wert bei -1,97 Milliarden Euro. 

Auch die Pro-Kopf-Verschuldung in den fast allen Bundesländern stark an. Spitzenreiter sind hier Salzburg (+26,8 Prozent), Vorarlberg (+17 Prozent) und Wien (+14,9 Prozent). Annähernd gleich blieb die Pro-Kopf-Verschuldung in Oberösterreich (+1,8 Prozent). Einzig im Burgenland sank der Wert im Vergleich zu 2023 (-1,7 Prozent).

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